Beschlussempfehlung zu zweitem Antrag: Sonderregel bei sehr großen Erbschaften beibehalten

Im Rahmen einer Debatte zur Steuerpolitik hat die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN insgesamt vier Anträge und drei Gesetzentwürfe zur namentlichen Abstimmung vorgelegt.

Der zweite Antrag (PDF) der Grünen beschäftigt sich mit der Erbschaft- und Schenkungsteuer. Dabei geht es um eine besondere Steuerregel für sehr große Betriebsvermögen ab 26 Millionen Euro. Wer ein Unternehmen oder Anteile daran erbt oder geschenkt bekommt, kann unter bestimmten Voraussetzungen von der Erbschaft- oder Schenkungsteuer verschont werden. Bei Vermögen von mehr als 26 Millionen Euro gibt es zusätzlich die sogenannte „Verschonungsbedarfsprüfung“: Kann die erbende oder beschenkte Person nachweisen, dass sie die Steuer nicht aus ihrem verfügbaren Vermögen bezahlen kann, kann ihr die Steuer ganz oder teilweise erlassen werden. Bei Erbschaften über 26 Millionen Euro sei durch die Verschonungsbedarfsprüfung im Jahr 2024 in 95 Prozent der Fälle die Steuer erlassen worden. Die Sonderregel habe die Bundesländer rund 3,4 Milliarden Euro Mindereinnahmen gekostet.

Die Grünen wollen diese zusätzliche Sonderregel abschaffen. Statt eines Steuererlasses soll es großzügige Möglichkeiten geben, die Steuer über einen längeren Zeitraum zu zahlen. Andere Vergünstigungen für geerbtes Betriebsvermögen sollen von dem Antrag zunächst unberührt bleiben.

Namentlich abgestimmt wurde über die Beschlussempfehlung (PDF) des Finanzausschusses, welcher die Ablehnung des Antrags empfohlen hatte. Die Beschlussempfehlung wurde mit 445 Ja-Stimmen zu 132 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung von Sieghard Knodel (fraktionslos) angenommen. Damit wurde der zweite Antrag der Grünen abgelehnt.

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Dafür gestimmt
445
Dagegen gestimmt
132
Enthalten
1
Nicht beteiligt
52
Abstimmungsverhalten von insgesamt 630 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Portrait von Christoph de VriesChristoph de VriesCDU/CSU18 - Hamburg-Mitte Dafür gestimmt
Hakan DemirHakan DemirSPD81 - Berlin-Neukölln Dafür gestimmt
Ellen Demuth, MdLEllen DemuthCDU/CSU196 - Neuwied Dafür gestimmt
Portrait von Sandra DetzerSandra DetzerBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN265 - Ludwigsburg Dagegen gestimmt
Portrait von Jan DierenJan DierenSPD113 - Krefeld II – Wesel II Dafür gestimmt
Portrait von Thomas DietzThomas DietzAfD163 - Erzgebirgskreis I Dafür gestimmt
Portrait von Esther DilcherEsther DilcherSPD166 - Waldeck Dafür gestimmt
Portrait von Jeanne DillschneiderJeanne DillschneiderBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN296 - Saarbrücken Dagegen gestimmt
Portrait von Sabine DittmarSabine DittmarSPD247 - Bad Kissingen Dafür gestimmt
Portrait von Alexander DobrindtAlexander DobrindtCDU/CSU225 - Weilheim Dafür gestimmt
Portrait von Michael DonthMichael DonthCDU/CSU289 - Reutlingen Dafür gestimmt
Portrait von Felix DöringFelix DöringSPD172 - Gießen Dafür gestimmt
Portrait von Florian DornFlorian DornCDU/CSU255 - Memmingen – Unterallgäu Dafür gestimmt
Portrait von Catarina dos Santos-WintzCatarina dos Santos-WintzCDU/CSU87 - Aachen II Dafür gestimmt
Christian DouglasAfD180 - Main-Taunus Dafür gestimmt
Foto von Katharina Dröge, aufgenommen im Deutschen Bundestag im Juli 2025.Katharina DrögeBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN94 - Köln III Dagegen gestimmt
Portrait von Christopher DrößlerChristopher DrößlerAfD188 - Eichsfeld – Nordhausen – Kyffhäuserkreis Dafür gestimmt
Portrait von Falko DroßmannFalko DroßmannSPD18 - Hamburg-Mitte Nicht beteiligt
Portrait von Hülya DüberHülya DüberCDU/CSU250 - Würzburg Dafür gestimmt
Portrait von Deborah DüringDeborah DüringBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN181 - Frankfurt am Main I Dagegen gestimmt
Hansjörg DurzHansjörg DurzCDU/CSU252 - Augsburg-Land Dafür gestimmt
Portrait von Timon DzienusTimon DzienusBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN41 - Stadt Hannover I Dagegen gestimmt
Portrait von Tobias EbenbergerTobias EbenbergerAfD96 - Rhein-Sieg-Kreis I Dafür gestimmt
Portrait von Joachim EbmeyerJoachim EbmeyerCDU/CSU132 - Herford – Minden-Lübbecke II Dafür gestimmt
Der Abgeordnete trägt ein dunkelblaues Hemd und Sakko und steht vor einer grauen WandHarald EbnerBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN268 - Schwäbisch Hall – Hohenlohe Dagegen gestimmt

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