Keine Verwendung von geschlechtergerechter Sprache

Der Bundestag stimmt über einen Antrag der AfD ab, in welchem die Fraktion dazu auffordert, zugunsten einer "besseren Lesbarkeit" auf die Verwendung geschlechtergerechter Sprache durch die Bundesregierung sowie in Drucksachen des Bundestages zu verzichten. 

Der Antrag wurde mit 531 Nein-Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Die Grünen, Die Linke und FDP abgelehnt. Dafür stimmte lediglich die antragsstellende Fraktion der AfD.

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Dafür gestimmt
74
Dagegen gestimmt
531
Enthalten
3
Nicht beteiligt
101
Abstimmungsverhalten von insgesamt 709 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren Fraktion Wahlkreis Stimmverhalten
Porträt-Foto Doris Achelwilm Doris Achelwilm DIE LINKE Dagegen gestimmt
Portrait von Grigorios Aggelidis Grigorios Aggelidis FDP 43 - Hannover-Land I Dagegen gestimmt
Portrait von Gökay Akbulut Gökay Akbulut DIE LINKE 275 - Mannheim Dagegen gestimmt
Portrait von Stephan Albani Stephan Albani CDU/CSU 27 - Oldenburg - Ammerland Dagegen gestimmt
Portrait von Renata Alt Renata Alt FDP 262 - Nürtingen Dagegen gestimmt
Portrait von Norbert Altenkamp Norbert Altenkamp CDU/CSU 181 - Main-Taunus Dagegen gestimmt
Portrait von Peter Altmaier Peter Altmaier CDU/CSU 297 - Saarlouis Nicht beteiligt
Philipp Amthor Philipp Amthor CDU/CSU 16 - Mecklenburgische Seenplatte I - Vorpommern-Greifswald II Dagegen gestimmt
Luise Amtsberg steht in der Natur und lächelt in die Kamera Luise Amtsberg DIE GRÜNEN 5 - Kiel Dagegen gestimmt
Niels Annen, MdB Niels Annen SPD 20 - Hamburg-Eimsbüttel Dagegen gestimmt
Portrait von Ingrid Arndt-Brauer Ingrid Arndt-Brauer SPD 124 - Steinfurt I - Borken I Dagegen gestimmt
Portrait von Christine Aschenberg-Dugnus Christine Aschenberg-Dugnus FDP 4 - Rendsburg-Eckernförde Dagegen gestimmt
Portrait von Artur Auernhammer Artur Auernhammer CDU/CSU 241 - Ansbach Dagegen gestimmt
Portrait von Peter Aumer Peter Aumer CDU/CSU 233 - Regensburg Dagegen gestimmt
Portrait von Bela Bach Bela Bach SPD 221 - München-Land Dagegen gestimmt
Portrait von Lisa Badum Lisa Badum DIE GRÜNEN 236 - Bamberg Dagegen gestimmt
Portrait von Heike Baehrens Heike Baehrens SPD 263 - Göppingen Dagegen gestimmt
Portrait von Annalena Baerbock Annalena Baerbock DIE GRÜNEN 61 - Potsdam - Potsdam-Mittelmark II - Teltow-Fläming II Dagegen gestimmt
Portrait von Ulrike Bahr Ulrike Bahr SPD 252 - Augsburg-Stadt Dagegen gestimmt
Portrait von Dorothee Bär Dorothee Bär CDU/CSU 248 - Bad Kissingen Dagegen gestimmt
Portrait von Nezahat Baradari Nezahat Baradari SPD 149 - Olpe - Märkischer Kreis I Dagegen gestimmt
Portrait von Thomas Bareiß Thomas Bareiß CDU/CSU 295 - Zollernalb - Sigmaringen Dagegen gestimmt
Portrait von Doris Barnett Doris Barnett SPD 207 - Ludwigshafen/Frankenthal Dagegen gestimmt
Portrait von Simone Barrientos Simone Barrientos DIE LINKE 251 - Würzburg Dagegen gestimmt
Portrait von Norbert Barthle Norbert Barthle CDU/CSU 269 - Backnang - Schwäbisch Gmünd Dagegen gestimmt

Die AfD kritisiert in ihrem Antrag die Verwendung der gendergerechten Sprache durch die Bundesregierung. Das Gendern führe zu einer "natürlichen Verunstaltung der deutschen Sprache, durch welche ihre Verständlichkeit erheblich eingeschränkt wird". Außerdem sei das generische Maskulinum ausreichend, da es jedes natürliche Geschlecht umfasse und geschlechtergerechte Sprache somit überflüssig mache.

Als weitere Begründung geht aus dem Antrag hervor, dass die Anwendung der gendergerechten Sprache zur Verwirrung beim Lesen führen könne.

Im Antrag der AfD wird deshalb gefordert, dass die Bundesregierung in jeglichen Äußerungen auf geschlechtergerechte Sprache verzichtet, "insbesondere in Form von Gender-Sternen, Doppelpunkten, Binnen-Is, Schräg- oder Unterstrichen etc.".

Der Antrag wurde mit 531 Nein-Stimmen der Fraktionen CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Die Grünen, Die Linke und FDP abgelehnt. Dafür stimmte lediglich die antragsstellende Fraktion der AfD. Es gibt außerdem drei Enthaltungen.

Kommentare

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Sehr geehrte Frau Zimmermann Was halten sie von der gendergerechten Sprache? Wie stehen Sie zu dem Antrag von einigen Parteigenosse Frau Wagenknecht aus der Partei auszuschließen?
Frdl. Gruß H Sauer

Antwort auf von Horst Sauer

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Hallo, mein PC, wird -ansch.- ständig, gestört. Ich komme, beim nächsten Kontakt, noch ein mal darauf, zurück.
Mit sehr freundlichen Grüßen ..... Dieter T. Schütze ( rd. 85 Jahre alt !)

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Zu diesem Thema sollte man einmal das unter der Gendersprache leidende Volk befragen, denn ein großer Teil ist vermutlich gegen die Verschlimmbesserung unserer Sprache. Eine im Juni von der "Berliner Woche" durchgeführte Umfrage, ergab hier ein ziemlich deutliches Ergebnis bei ungewöhnlich hoher Beteiligung. Bei sonstigen Umfragen liegt die Beteiligung meist zwischen 1000 und 2500 Peronen, beim Thema Gendsersprache jedoch bei ungewöhnlich hohen 4203 Teilnehmern. Nur 3 % haben sich dafür ausgesprochen, jedoch 97 % dagegen. Deutlicher kann eine Umfrage nicht ausfallen. Auch die meisten zu googelnden Umfrageergebnisse sind hier sehr eindeutig. Also warum um Himmels Willen soll sich eine eindeutige Mehrheit einer eindeutigen Minderheit unterordnen. Hier ein Auszug aus Wikipedia: "Bis Ende September 2020 hatten laut einer Umfrage des Bundesinnenministeriums unter den 16 Bundesländern insgesamt 394 Personen den Eintrag „divers“ oder „ohne Angabe“ nach eigener Wahl erhalten (etwa 70 % „divers“, vermutlich 275 Personen); 19 Neugeborene wurden als „divers“ eingetragen und 11 „ohne Angabe“ des Geschlechts (offengelassen)"! Ich möchte ausdrücklich betonen, nicht gegen geschlechtsneutrale Gleichstellung, Schwule, Lesben oder wie auch immer sich ein Mensche selbst einstuft, zu sein, aber wegen eines prozentual so niedrigen Anteils der Bevölkerung unseren Sprachgebrauch auf den Kopf zu stellen, lehne ich grundsätzlich ab.

Antwort auf von Jürgen Pers

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Der einzige Grund wird wohl sein, daß dann die gut dotierten Genderlehrstühle überflüssig würden und was sollen dann die ARMEN Wissenschaftleretten tun. Brauchen tut die keiner. Müllfrau wäre ein Vorschlag. Die brauchen wir - mehr als Genderprofessorinnen und den Quak den die erforschen.

Antwort auf von Jürgen Pers

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Man sieht doch am Abstimmverhalten der Parteien und dem des Volkes, daß den Guten unter den Parteien der Wunsch des Souverän am Allerwertesten vorbeigeht. Deshalb wohl auch deren Angst vor Volksabstimmungen.

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Es wäre wünschenswert, in die Diskussion eine differenzierte Betrachtung zu bekommen. Generell muss in der Sprache auf alle Geschlechter Rücksicht genommen werden. Ich selbst achte auf möglichst neutrale Formulierungen, gehe ins Passiv. Es müsste ein völlig neues Konzept her, ohne dass Rede- oder Schreibfluss dadurch gestört werden.
So lange wir keine echte Gleichberechtigung leben, brauchen wir Brücken. Nichtsdestotrotz sehe ich die Schwächung der Männer, diese allerdings auf anderer Ebene. Auch das ist ungesund und schwächt uns dauerhaft als Gesellschaft.

Antwort auf von Marion

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"Mensch", verehrte Frau "MARION", da sind SIE, ja noch älter, als ich -, ich wurde am 17.10.1936 -mit einigen Schwierig =
keiten -"gesund", geboren. UND: Nun, ich bin auch- trotz meines Alters-, auch noch, sehr rührig. Aber, dass, soll uns beide, nicht daran hindern, noch - so lange es geht- unsere Meinung, zu sagen.
Herzliche Grüße an SIE, Ihr Dieter Titus SCHÜTZE, / dietsche1@gmx.de... beim nächsten Kontakt, sende ich ein Foto von
mir, mit! D.T.Sch.

Antwort auf von Dieter Titus SCHÜTZE,

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Hallo, ansch. habe ich wieder die falsche " Zeile " benutzt, und dass, hat man mir wieder nicht, erlaubt. OK !
Ich wurde -mit einigen Schwierigkeiten-, am 17.10.1936 - in Berlin, gesund geboren! Und - bin auch noch recht, aktiv.
Mit herzlichen Grüßen ... Ihr Dieter T. Schütze

Antwort auf von Dieter Titus SCHÜTZE,

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Hallo, ich habe keine LUST mehr. Nun wurde mein Kommentar zum 3 x irgendwie, gestört. Also, ich finde Sie -alle, sehr
prima, und hoffe - ja auch, zu meinen Gunsten -, dass Sie, auch noch recht lange, weiterhin, unserem STAAT, auf die
"Finger" zu schauen. BITTE, weiterhin SO !!! Mit herzlichen Grüßen -dietsche@gmx.de

Antwort auf von editha-roetger

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Antwort auf von Rico Andermaar

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Dritte (und letzte) an die Redaktion:

Sie nehmen in Anspruch, Meinungsvielfalt zu fördern?
Ist der iranische Wächterrat das Vorbild für Ihr zensorisches Löschverhalten?

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In Brandenburg ist gendergerechte Sprache bereits seit 1994 gesetzlich vorgeschrieben (§ 13 Abs. 1 LGG: "Gesetze und andere Rechtsvorschriften haben sprachlich der Gleichstellung von Frauen und Männern Rechnung zu tragen.").
Nun gibt es die ersten Klagen von Männern, weil Sie durch Rechtsverordungen, in denen nur die männliche Form genutzt wurde, gegenüber Frauen benachteiligt werden.
Also hat alles 2 Seiten: Der Mann wird durch Verordnungen, die Rechte einschränken und nur die männliche Form nutzen, bei Nichtverwendung auch der weiblichen Sprachform gegenüber Frauen benachteiligt.

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Ich bin eine Transgender-Frau (männlich zu weiblich) und finde die Debatte selber unnütz und mühselig. Wenn es nach mir ginge sollten sämtliche geschlechterspezifischen Formulierungen aus der deutschen Sprache entfernt werden. Im Englischen bspw. gibt's die gar nicht.

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Ich kann es auch nicht verstehen warum wir solche komischen Formulierungen nutzen sollten.
Ich kann zwar nicht für jeden sprechen, aber für mich war die "normale" Berufsbezeichnung, etc. immer geschlechterlos. Wenn ich von Lehrern spreche, dann spreche ich nicht von einer Gruppe in der keine Frauen existieren. Komisch wird es vielleicht wenn ich einen Mann als "Putzfrau" bezeichne, aber mit der Berufsbezeichnung bin ich halt groß geworden. Es gibt zwar für fast alles eine männliche und eine weibliche Bezeichnung, aber wir sind doch schon lange davon weg da groß drauf Acht zu geben.

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Stellt diesen Antrag irgend eine andere Partei währe das Abstimmungsergebnis genau anders rum verlaufen. Das ist eben unsere Demokratie. In der man eine legitim gewählte Partei ignoriert, lächerlich macht, ausgrenzt und den Zulauf zur AFD nur forciert. Ich denke die Schüler/Studenten haben genug mit der laufenden deutschen Sprache zu kämpfen.

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