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Jan van Aken
DIE LINKE

Werter Herr von Aken,

17. Dezember 2016

(...) Ich denke, dass in dem ja doch erst mal sehr hypothetischen Fall den Sie skizzieren, wenn überhaupt nur eine Anklage von Militärangehörigen in Frage käme - und nicht von Migliedern des Deutschen Bundestages, die den Militäreinsatz beschließen. Ich finde Ihre Idee allerdings sehr charmant, da ich denke, dass die politische und auch völkerrechtliche Fahrlässigkeit mit der dieser Bundestag mittlerweile Auslandseinsätze beschließt, ein Ende haben muss. (...)

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Jan van Aken
DIE LINKE

Sehr geehrter Herr von Aken,

Frauen
07. Oktober 2016

(...) Zu 1: Ja, ich finde die Existenz von Prostitution (Zumindest unter den jetzigen Bedingungen, wo „Freiwilligkeit“ immer den sozialen Zwängen unterworfen ist und damit fragwürdig bleibt) bedeutet ein Manko in der Gleichberechtigung von Mann und Frau. (...) Ich glaube nur nicht daran, dass ein Verbot zu weniger Prostitution, Ausbeutung oder Gewalt führen würde. (...) An der Häufigkeit von Prostitution selbst hat sich auch nach Polizeiberichten nichts geändert. (...) Solange Frauen nicht die gleichen beruflichen Chancen haben, egal woher sie kommen, und solange sie im Aufenthaltsrecht schlechte Chancen haben, solange bleibt für manche Frauen nur die Prostitution um den Lebensunterhalt für sich und eventuell die Kinder zu verdienen. (...) Verbote führen nicht zu weniger Prostitution, auch in Schweden nicht- sondern dazu, dass sich die Frauen im Geheimen mit den Freiern treffen müssen. (...)

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Jan van Aken
DIE LINKE

Sehr geehrter Herr van Aken, mit dem heutigen Bericht der ARD über die Unterstützung von Terrorvereinigungen durch die Türkei, ist es abermals erwiesen, dass die Türkei den Nato-Einsatz hintergeht.

Innere Sicherheit
16. August 2016

(...) nein, leider wird es nicht zum Abzug der Bundeswehr kommen - im Gegenteil, Merkel hat sich jetzt ja auf den Deal mit der türkischen Regierung eingelassen, die Armenien-Resolution zu relativieren, nur damit die Abgeordneten des Bundestages Incirlik besuchen dürfen - andernfalls wäre die Bundeswehr abgezogen worden. Ansonsten bin ich sehr froh über die Veröffentlichung der ARD - wir wissen seit einiger Zeit, dass einige der islamistischen Gruppen in Syrien aktiv von der Türkei unterstütz werden. (...)

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Jan van Aken
DIE LINKE

Guten Tag Herr von Aken.

Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen
31. Juli 2016

(...) Das setzt voraus, dass wir wissen, wer sich im Lande befindet und nach Möglichkeit auch, wo es Gefahrenpotentiale gibt“. Dieser Generalverdacht gegen Flüchtlinge, der Ruf nach umfassender Kontrolle, diese plumpe Vereinfachung der sehr unterschiedlichen Anschläge/Amokläufe - das sind alles Forderungen und Denkansätze, die mit einem linken Internationalismus unvereinbar sind. (...)

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Jan van Aken
DIE LINKE

Sehr geehrter Jan van Aken,

Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen
28. Juli 2016

(...) vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich teile sehr vieles von dem, was Sie schreiben - ja, natürlich gibt es auch eine linke Kritik an Merkels „wir schaffen das“! Aber eine Formulierung wie die folgende ist aus meiner Sicht sehr kritikwürdig und geradezu gefährlich: "Der Staat muss jetzt alles dafür tun, dass sich die Menschen in unserem Land wieder sicher fühlen können. (...)

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Jan van Aken
DIE LINKE

Sehr geehrter Herr van Aken,

08. Mai 2016

(...) In diesem Sinne muss ich zu meinem Bedauern auch antworten, dass der Bundestag mit seiner Regierungsmehrheit bisher wenig bis nichts unternommen hat, um die Unterstützung von ausländischen Regierungen für Djihadisten in Syrien zu stoppen. Das kritisieren wir seit 2012, CDU und SPD ist es aber weiterhin wichtiger, dass Erdogan für sie das Flüchtlingsproblem "löst", moralisch kann man viel tiefer eigentlich nicht mehr sinken. Die Bundesregierung schickt mitten hinein in diese Konfliktregion tonnenweise Waffen und deutsche Soldaten. (...)