Intensivierung der Maßnahmen zur Aufforstung und zur nachhaltigen Holzgewinnung (Antrag der FDP-Fraktion)

Im Rahmen der Bundestagsdebatte zum Klimaschutz und zur Entwicklung des Waldes wurde über einen Antrag der FDP-Fraktion mit dem Titel "Weltweit mehr Wald für den Klimaschutz" namentlich abgestimmt. Dieser fordert die Bundesregierung, dazu auf, sich stärker für nachhaltig gewonnene Holzprodukte und die Aufforstung von Wäldern einzusetzen.

Gegen den Antrag der FDP-Fraktion stimmten 572 Abgeordnete, der Antrag wurde damit abgelehnt.

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Dafür gestimmt
74
Dagegen gestimmt
576
Enthalten
0
Nicht beteiligt
59
Abstimmungsverhalten von insgesamt 709 Abgeordneten.
Name Fraktion Wahlkreis Stimmverhalten Absteigend sortieren
Portrait von Artur Auernhammer Artur Auernhammer CDU/CSU 241 - Ansbach Dagegen gestimmt
Portrait von Thomas Jurk Thomas Jurk SPD 157 - Görlitz Dagegen gestimmt
Portrait von Johann Saathoff Johann Saathoff SPD 24 - Aurich - Emden Dagegen gestimmt
Portrait von Peter Aumer Peter Aumer CDU/CSU 233 - Regensburg Dagegen gestimmt
Portrait von Oliver Kaczmarek Oliver Kaczmarek SPD 144 - Unna I Dagegen gestimmt
Portrait von Manuel Sarrazin Manuel Sarrazin DIE GRÜNEN 23 - Hamburg-Bergedorf - Harburg Dagegen gestimmt
Portrait von Lisa Badum Lisa Badum DIE GRÜNEN 236 - Bamberg Dagegen gestimmt

Im Rahmen der Bundestagsdebatte zum Klimaschutz und zur Entwicklung des Waldes wurde über einen Antrag der FDP-Fraktion mit dem Titel "Weltweit mehr Wald für den Klimaschutz" namentlich abgestimmt. Dieser fordert die Bundesregierung auf, sich stärker für nachhaltig gewonnene Holzprodukte und die Aufforstung von Wäldern einzusetzen. In dem Antrag wird die Koalition unter anderem dazu aufgefordert, ein Konzept für Aufforstungen als Alternative zu Agro-Plantagen oder Viehzucht vorzulegen und eine internationale Strategie zur organischen Kohlendioxidspeicherung zu entwerfen. Zudem sollen Regionen und Staaten ermittelt werden, die für die großflächige Anlage von Aufforstungen in Betracht kommen.

In der Antragsbegründung heißt es, Wälder und Waldböden könnten durch Photosynthese, Biomassezuwachs, Humifizierung und Mineralisierung große Mengen an Kohlenstoff speichern und der Atmosphäre langfristig entziehen: „Sie sind deshalb äußerst wichtig für die Begrenzung des Klimawandels.“

Zum Antrag gibt es eine Beschlussempfehlung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, die dazu rät, den Antrag abzulehnen. Gegen den Antrag der FDP-Fraktion stimmten 572 Abgeordnete, 75 stimmten dafür. Enthaltungen gab es keine. Der Antrag wurde damit abgelehnt.

 

Auch über einen Antrag der Linksfraktion zur Forstwirtschaft, welcher ein Sonderprogramm für Soforthilfemaßnahmen für die deutsche Forstwirtschaft zur Beseitigung von Sturm-, Dürre- und Brandschäden fordert, wurde im Rahmen der Bundestagsdebatte abgestimmt (nicht namentlich). Der Antrag fordert die Bundesregierung auf, einen Nothilfefonds von 200 Millionen Euro in den Haushalt des Landwirtschaftsministeriums aufzunehmen, der mithilfe außerplanmäßiger Auszahlungen noch in diesem Jahr kommunalen und privaten Waldbesitzern mit einer Fläche von unter 50 Hektar Wald unter die Arme greifen soll. Der Antrag wurde ebenfalls abgelehnt.

 

Anmerkung der Redaktion:

Aus der offiziellen Aufzeichnung des Bundestages geht hervor, dass im Zusammenhang mit dem Antrag der FDP-Fraktion eine klare Mehrheit mit Ja gestimmt hat. Formal ist dies korrekt: Denn die Abgeordneten haben in der Plenarsitzung nicht über den Originalantrag der FDP-Fraktion  abgestimmt, sondern über eine Beschlussempfehlung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Deswegen bedeutet eine Ja-Stimme auf der Seite des Bundestages, dass die Beschlussempfehlung angenommen wurde und nicht der Antrag selbst. Da so aber fälschlicherweise der Eindruck entstehen könnte die  antragstellende FDP-Fraktion hätte dagegen gestimmt und die übrigen Fraktionen dafür, haben wir uns für eine klarere Darstellung entschieden und den Originalentwurf der FDP-Fraktion zur Grundlage genommen. Das bedeutet: Eine "Ja"-Stimme auf dieser Seite ist ein "Ja" zum Antrag der FDP-Fraktion.

Kommentare

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Es muss mir mal jemand erklären, wie und warum man gegen einen solche Idee stimmen kann ??
Wäre diese Lösung zu einfach ?
Unfassbar.

Antwort auf von Thomas Neuhaus

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In der verlinkten Drucksache http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/113/1911305.pdf ab Seite 4 sind die Positione der einzelnen Parteien aufgeführt.

Darin argumentiert die Linke z. B., dass sie „die ebenso im Antrag enthaltene CCS-Technik nicht unterstütz[en]“ werde (gemeint ist das unterirdische Speichern von CO²). Außerdem spricht sie sich gegen CDM-Projekte (https://de.wikipedia.org/wiki/Mechanismus_f%C3%BCr_umweltvertr%C3%A4glic...) aus, bei denen es in der Vergangenheit zu Betrugsfällen gekommen sei.

Die Grünen fühlen sich laut dem PDF blöd dabei, andere Länder über den Waldschutz zu belehren während im Inland nicht genug dafür getan wird.

Ich kann dabei der grünen Argumentation nicht wirklich folgen, weil sich das Belehren anderer im Waldschutz und das Betreiben von eigenem Waldschutz ja nicht ausschließen. Mein Verdacht ist daher, dass sie den Antrag doof fanden, weil er von der FDP kam.

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Ich habe den FDP-Antrag nicht gelesen. Vielleicht wollte man staatliche Förderung, was sicher nicht FDP-kompatibel klingt. Aber selbst wenn es so wäre:

Statt dem Steuerzahler mit der CO2-Steuer (wahrscheinlich keine FDP-Idee) mehr Geld aus der Tasche ziehen zu wollen, sollte man vielleicht mal ein paar Euro locker machen, daß weiter in den Wald investiert wird. Das ist Klimaschutz ohne plumpe Steuerbelastung.

Traurig, daß so plump und womöglich parteipolitisch gegen den Antrag gestimmt wurde.

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Daran sieht man sehr gut das es den Politikern garnicht um die Rettung unserer Umwelt geht, sondern lediglich um das zusätzlige Geld scheffeln!!
Für mich ist das alles nur ein ganz großer Schwindel!!

Meinetwegen kann die ganze Wirtschaft gern ihre Kohlekraftwerke, Benzin und Dieselfahrzeuge usw. weiter nutzen, sofern im Ausgleich auch genug Grünflächen gepflanzt werden.
Immerhin ist es ja eine bewiesene Tatsache, das Bäume CO2 lieben!!
Also alles was wir benötigen sind mehr Bäume.

Vielleicht wäre es eine gute Idee wenn wir mehr CO2 produzieren würden, dann kämen die Menschen eventuell eines Tages darauf mal dran zu denken mal ein paar Bäume zu pflanzen.
Aber vermutlich werden sie uns zuerst noch ne Steuer auf Atemluft auferlegen und erst wenn der letzte Baum abgeholzt wurde und die Menschheit sich aufgrund der endlosen Gier der Politiker selbst umgebracht hat, wird sich dieser Planet wieder erholen..
Vielleicht überleben ja sogar ein paar intelligentere Menschen, die unsere schöne Natur zu schätzen wissen.

Wer weiter CDU/SPD/Grüne und die ganzen aderen Wirtschaftszöglinge Wählen geht der soll sich nicht wundern wenn es mit unserer Welt nur den Bach runter geht!
Lieber mal was kleines Wählen wie Tierschutzpartei oder zerreißt gleich euren Stimmzettel bei der nächsten Wahl, dann bekommen die wenigstens kein Geld durch die Wahl diese Gierlappen!!

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