Stefan Liebich
DIE LINKE
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Frage von Yhryyn Wnavfpu an Stefan Liebich bezüglich Städtebau und Stadtentwicklung

# Städtebau und Stadtentwicklung 21. Jan. 2018 - 13:44

Sehr geehrter Herr Liebich,

ich bin Schülerin der 11. Klasse und möchte im Herbst 2019 ein Studium aufnehmen. Diese Entscheidung bedeutet, dass ich mich neben der Studienrichtung auch immer nach Möglichkeiten der Wohnraumsituation erkundige.

Und genau hierauf zielt meine Frage:
Welche Verantwortung übernimmt der Staat, um jungen Menschen nicht nur in der Phase der Ausbildung, sondern auch im Anschluss bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen? Die Erwartung flexibel zu sein, schließt auch immer den Fakt ein, dass sich Lebensräume verändern und somit die Notwendigkeit Wohnraum zu wechseln. Eine Investition in Wohneigentum ist somit nicht attraktiv für junge Menschen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Ideen mitteilen würden, wie man diesem Problem begegnen kann.

Mit freundlichen Grüßen,
Yhryyn Wnavfpu

Von: Yhryyn Wnavfpu

Antwort von Stefan Liebich (LINKE) 14. Feb. 2018 - 18:52
Dauer zur eingetroffenen Antwort: 3 Wochen 3 Tage

Sehr geehrtes Fräulein Wnavfpu,
In der Tat, in den Ballungszentren und Universitätsstädten in ganz Deutschland explodieren die Wohnungsmieten. Menschen mit geringem Einkommen, Studierende und auch viele Rentnerinnen und Rentner werden nicht nur aus den Innenstädten verdrängt, sie finden immer häufiger auch in den Randlagen keine bezahlbare Wohnalternative mehr.
Aufgrund einer verfehlten Wohnungspolitik fehlen in Deutschland ca. fünf Millionen Sozialwohnungen. Zentrale Forderung meiner Partei DIE LINKE. ist deshalb der Bau bzw. der Erwerb von mindestens 250.000 Sozialwohnungen jährlich, insbesondere durch kommunale Wohnungsbaugesellschaften. Bereits öffentlich geförderte Wohnungen dürfen zudem nicht mehr aus der Sozialbindung entlassen werden.
Des Weiteren streben wir die Wiedereinführung der Wohngemeinnützigkeit an, die in Deutschland 1990 abgeschafft wurde. Ein solcher Sektor in der Wohnungsbranche und der damit einhergehende Verzicht auf Profitorientierung wäre Kernbestandteil einer sozialen und nachhaltigen Wohnungspolitik. Auf diesem Weg soll die Miete nicht nur bezahlbar gemacht, sondern die gedeckelten Gewinne wieder in weitere entsprechende Wohnungen investiert werden. Gemeinwohlorientierte Wohnungsunternehmen müssten einen privilegierten Zugang zum Bauland bekommen, in der Zuteilung von Fördergeldern bevorzugt und steuerlich vergünstigt werden.
Eine Alternative zur eigenen Wohnung ist insbesondere für Studentinnen und Studenten das Wohnen in einem Studentenwohnheim. Hier gilt, dass die Studierendenwerke endlich auskömmlich mit finanziellen Mitteln ausgestattet werden, um die Anzahl der zur Verfügung stehenden Wohnheimplätze vor allem in studentischen Zentren signifikant erhöhen zu können.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Liebich

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: antworten@abgeordnetenwatch.de [mailto:antworten@abgeordnetenwatch.de]
Gesendet: Sonntag, 21. Januar 2018 19:58
An: Hartmut Seefeld - Stefan Liebich MdB
Betreff: Eine Frage an Sie vom 21.01.2018 13:44:00 (#296382)

Sehr geehrte(r) Stefan Liebich,

Yhryyn Wnavfpu aus Berlin hat Ihnen als Besucher/in der Seite www.abgeordnetenwatch.de eine Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung gestellt.

Um diese Frage zu beantworten, schicken Sie diese Mail mit Ihrem eingefügten Antworttext an uns zurück (als wenn Sie eine normale E-Mail beantworten würden).
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Sehr geehrter Herr Liebich,

ich bin Schülerin der 11. Klasse und möchte im Herbst 2019 ein Studium aufnehmen. Diese Entscheidung bedeutet, dass ich mich neben der Studienrichtung auch immer nach Möglichkeiten der Wohnraumsituation erkundige.

Und genau hierauf zielt meine Frage:
Welche Verantwortung übernimmt der Staat, um jungen Menschen nicht nur in der Phase der Ausbildung, sondern auch im Anschluss bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen? Die Erwartung flexibel zu sein, schließt auch immer den Fakt ein, dass sich Lebensräume verändern und somit die Notwendigkeit Wohnraum zu wechseln. Eine Investition in Wohneigentum ist somit nicht attraktiv für junge Menschen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Ideen mitteilen würden, wie man diesem Problem begegnen kann.

Mit freundlichen Grüßen,
Yhryyn Wnavfpu

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Um die Frage direkt einzusehen, können Sie auch diesem Link folgen:
https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/stefan-liebich/question/2018-01...

Mit freundlichen Grüßen
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(i.A. von Yhryyn Wnavfpu)

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