Jahrgang
1974
Wohnort
Chemnitz
Berufliche Qualifikation
Diplom-Studium Soziologie
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wahlkreis

Wahlkreis 162: Chemnitz

Wahlkreisergebnis: 19,4 %

Liste
Landesliste Sachsen, Platz 4

Eingezogen über die Liste

Parlament
Bundestag

Die politischen Ziele von Michael Leutert

Ich bin aufgewachsen in der Gewissheit, dass Frieden das höchste Gut ist, das wir bewahren müssen. Krieg kannte ich nur vom Hörensagen. Heute sind in vielen Staaten wieder nationalistische Politiker am Werk. Sie wollen uns weiß machen, dass mit einfachen Lösungen von gestern die komplizierten Probleme von heute zu lösen seien. Zugleich zeigt ein Blick nach Syrien oder in die Ukraine, wie zerbrechlich Frieden und wie grausam Krieg ist. Wichtiger denn je ist daher bei aller Kritik die Europäische Union. Nie zuvor regelten die Staaten Europas ihre Angelegenheiten friedlicher. Ich will, dass unsere Kinder in Frieden aufwachsen. Auch deshalb kandidiere ich für DIE LINKE.

Als Kandidat der LINKEN werbe ich um Ihre Stimmen bei der Bundestagswahl am 24. September. Die Interessen der Ostdeutschen zu verteidigen, der Einsatz für soziale Gerechtigkeit und der Kampf um die Erhaltung des Friedens sind die wichtigsten Punkte unserer Politik. Und es lohnt sich, DIE LINKE zu wählen. Die Einführung des Mindestlohns und die Anpassung der Ostrenten wären ohne unseren Druck nicht zustande gekommen. Allerdings reicht der Mindestlohn noch nicht für eine armutssichere Rente und die Rentenanpassung darf nicht erst 2025 kommen, sondern sofort. Wir wollen das ändern. Helfen Sie mit!

Über Michael Leutert

Hier findest Du Angaben zu meinem Werdegang. Ich habe nicht deren Vollständigkeit in den Mittelpunkt gestellt, sondern versucht darzustellen, warum ich der geworden bin, der ich bin, und damit auch, warum ich für DIE LINKE im Bundestag sitze.

Geboren bin ich 1974 im sächsischen Schlema, einer Stadt im Erzgebirge. Aufgewachsen bin ich aber vor allem in Mittweida. Ich bin eine Art ‚Arbeiter-und-Bauern-Kind’ der zweiten Generation, denn meine Mutter kommt aus einer Arbeiterfamilie mit KPD-Hintergrund, mein Vater aus einer eher konservativen Bauernfamilie. Politik war in meiner Familie immer ein Thema und damit auch für mich.

Mein besonderes Interesse galt schon früh der NS-Zeit und dem Widerstand. Bücher zu dem Thema habe ich geradezu verschlungen. Wenn ich zurückschaue, erkenne ich hier wichtige Prägungen für mich; gerade für mein Engagement gegen die neuen Nazis nach der Wende. Ich bin einfach überzeugt, dass sich die faschistische Zeit nie wiederholen darf.

Als die Mauer fiel, war ich 15 Jahre alt und der Meinung, dass die DDR der bessere deutsche Staat ist. Meinen politischen Horizont habe ich dann schnell erweitert. Ich fühlte mich verpflichtet, mich politisch zu engagieren. Meine Freunde und ich gingen auch zur Kirche, schauten uns alles an. Wir lasen die Flugblätter der anderen Parteien, des Neuen Forums, des Demokratischen Aufbruchs und sogar der CDU. Es war rückblickend eine sehr offene und interessante Zeit. Für mich war aber immer klar, dass ich politisch links stehe und mich für einen wirklich demokratischen Sozialismus engagieren will. Deshalb bin ich 1991 in die PDS, jetzt LINKE eingetreten. Ich war und bin auf der Suche nach einer Gesellschaftsform, die individuelle Freiheit ermöglicht und gerade als deren Voraussetzung sozial gerecht ist. Zu einer solchen Gesellschaft möchte ich meinen Teil beitragen.

In Mittweida haben wir einen Jugendverein gegründet. Wäre der damalige CDU-Bürgermeister nicht gewesen, ich wäre nicht das geworden, was ich heute bin. Um unsere Projekte wie das Jugendhaus, Konzerte, Filmvorführungen an Schulen oder autofreie Sonntage gegen seinen vehementen Widerstand durchsetzen zu können, habe ich das Einmaleins der politischen Arbeit gelernt. Mit der Zeit wurde dadurch auch der Kontakt zur Landesebene der PDS intensiver und ich habe mich immer stärker engagiert. 1998 habe ich als Landesjugendkoordinator die Jugendwahlkämpfe in Sachsen zu den Kommunal-, Europa-, Landtags- und Bundestagswahlen organisiert, 1999 wurde ich stellvertretender Landesvorsitzender der PDS in Sachsen und blieb es bis 2005. Im selben Jahr bin ich über die Landesliste Sachsen der LINKEN in den Deutschen Bundestag eingezogen. In der Fraktion war ich bis 2009 Sprecher für Menschenrechte. Seit 2005 bin ich Mitglied im Haushaltsausschuss. Es ist meiner Meinung nach ein zentraler Ort der Politik, weil hier verhandelt wird, wofür Geld ausgegeben wird und wofür nicht. Außerdem bin ich Sprecher der Landesgruppe Sachsen der Linksfraktion und über diese Funktion auch politisch in Sachsen aktiv. In Chemnitz habe ich meinen Wahlkreis. Hier lebe ich, hier bin ich politisch engagiert.

Zwei weitere prägende Kapitel in meinem Leben bilden mein Studium und meine Reisen: Ich ging nach Chemnitz, um Soziologie zu studieren und letztlich zu verstehen, wie Gesellschaften funktionieren bzw. wie sie nicht funktionieren. Ja, ich wollte auch wissen, warum die DDR gescheitert war. Nicht erst nach meinem Diplom 2002 wusste ich, dass sie scheitern musste. Auch bin ich in meinem Leben viel gereist. Aber nicht an weiße Strände, sondern vor allem in Gebiete, die mich auch politisch interessierten: Kambodscha, Kurdistan, Australien oder Kuba. Das, was ich dort kennengelernt und an Erfahrungen gesammelt habe, konnte ich in meine Arbeit als menschenrechtspolitischer Sprecher der LINKEN in meiner ersten Wahlperiode einbringen.
Als zuständiger Berichterstatter der LINKEN im Haushaltsausschuss für die internationalen Etats sowie als Vorsitzender der Deutsch-Mexikanischen Parlamentariergruppe ist der Bezug zum Internationalen gefestigt worden.

Über mein Privatleben möchte ich soviel verraten: Ich bin verheiratet und habe zwei Söhne sowie eine Tochter: Paul, geboren 2008, Noah, geboren 2013 und Talina 2014.

Alle Fragen in der Übersicht

(...) Stichwort Mobilitätswende. Wie kann uns die Reduzierung des Anteils des Kfz-Verkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen gelingen? Sprich mehr Radverkehr, ÖPNV und Nahmobilität zu Fuß. (...)

Von: Naqernf Tehare

Antwort von Michael Leutert
DIE LINKE

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet.

(...) Wird die Polizeipräsenz in Chemnitz verstärkt? (...) Was tun sie, damit sich die normalen, nicht rassistischen und nicht Fremdenfeindlichen Bürger dieser Stadt wieder sicher fühlen können? (...)

Von: Avpx Ynatr

Antwort von Michael Leutert
DIE LINKE

(...) über die Vorgänge der letzten Tage in der Stadt Chemnitz als auch über die lavierenden Reaktionen seitens der Regierung des Freistaates Sachsen bin ich ebenso bestürzt wie Sie. Es macht mich fassungslos und wütend zugleich, dass Menschen ihren Alltag verändern müssen, weil sie Beleidigungen und Übergriffe fürchten. (...)

%
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Erhöhung der Luftverkehrssteuer

15.11.2019
Nicht beteiligt

Höhere Agrarsubventionen

13.11.2019
Dagegen gestimmt

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