Einrichtung eines neuen EU-Programms für Verteidigungsinnovation (AGILE)

Das EU-Parlament hat über die Einführung eines neuen EU-Programms für Verteidigungsinnovationen abgestimmt. Mit dem sogenannten AGILE-Programm sollen neue Verteidigungstechnologien schneller entwickelt, getestet und für den praktischen Einsatz verfügbar gemacht werden. Hintergrund ist unter anderem die durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine veränderte Sicherheitslage. Nach Angaben des EU-Parlaments gewinnen demnach neue Technologien wie KI, Robotik, Quantentechnologien, Cyberfähigkeiten und Weltraumsysteme für die Verteidigung zunehmend an Bedeutung.

Das Programm soll zunächst im Jahr 2027 laufen und mit insgesamt 115 Millionen Euro ausgestattet werden. Gefördert werden sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups und schnell wachsende Unternehmen, die neue oder grundlegend weiterentwickelte Technologien für den Verteidigungsbereich entwickeln. Vorgesehen ist die Förderung von etwa 20 bis 30 Projekten. Die Verfahren sollen dabei einfacher und schneller sein als bei bestehenden EU-Förderprogrammen. So sollen Unternehmen möglichst innerhalb von vier Monaten eine Förderzusage erhalten.

Das Programm soll außerdem dazu beitragen, die Abhängigkeit der europäischen Verteidigungsindustrie von bestimmten Drittstaaten zu verringern. Geförderte Unternehmen sollen leichter Zugang zu Test- und Erprobungseinrichtungen erhalten und besser mit größeren europäischen Rüstungsunternehmen zusammenarbeiten können. Damit sollen neue Entwicklungen schneller den Weg von der Entwicklung bis zum tatsächlichen Einsatz bei den Streitkräften finden.

Achtung: Die rechts dargestellten Abstimmungsergebnisse spiegeln nur das Abstimmungsverhalten der deutschen EU-Abgeordneten wider und nicht das aller 720 EU-Abgeordneten.

Der Vorschlag wurde insgesamt mit 536 Ja-Stimmen zu 101 Nein-Stimmen bei 16 Enthaltungen angenommen. Von den deutschen EU-Abgeordenten stimmten 63 dafür und 22 dagegen. Es gab eine Enthaltung von Volker Schnurrbusch (ESN).

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Dafür gestimmt
63
Dagegen gestimmt
22
Enthalten
1
Nicht beteiligt
10
Abstimmungsverhalten von insgesamt 96 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Portrait von Christine AndersonChristine AndersonESN Dagegen gestimmt
Portrait von Rasmus AndresenRasmus AndresenGrüne/EFA Dafür gestimmt
Anja ArndtESN Dagegen gestimmt
Portrait von René AustRené AustESN Dagegen gestimmt
Portrait von Katarina BarleyKatarina BarleyS&D Nicht beteiligt
Portrait von Arno BausemerArno BausemerESN Nicht beteiligt
Portrait von Hildegard BenteleHildegard BenteleEVP Dafür gestimmt
Sibylle Bergfraktionslos Nicht beteiligt
Portrait von Stefan BergerStefan BergerEVP Dafür gestimmt
Portrait von Gabriele BischoffGabriele BischoffS&D Dafür gestimmt
Portrait von Michael BlossMichael BlossGrüne/EFA Dafür gestimmt
Portrait von Damian BoeselagerDamian BoeselagerGrüne/EFA Dafür gestimmt
Portrait von Irmhild BoßdorfIrmhild BoßdorfESN Dagegen gestimmt
Bild M. BuchheitMarkus BuchheitESN Dagegen gestimmt
Portrait von Udo BullmannUdo BullmannS&D Dafür gestimmt
Portrait von Delara BurkhardtDelara BurkhardtS&D Dafür gestimmt
Petr BystronPetr BystronESN Dagegen gestimmt
Portrait von Anna CavazziniAnna CavazziniGrüne/EFA Dafür gestimmt
Portraitfoto Marie-Sophie Lanig Marie-Sophie ChristEVP Dafür gestimmt
Portrait von Vivien CostanzoVivien CostanzoS&D Dafür gestimmt
Tobias CremerS&D Dafür gestimmt
Portrait von Fabio De MasiFabio De Masifraktionslos Dagegen gestimmt
Özlem DemirelÖzlem DemirelThe Left Dagegen gestimmt
Portrait von Christian DoleschalChristian DoleschalEVP Dafür gestimmt
Portrait von Siegbert DroeseSiegbert DroeseESN Dagegen gestimmt

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