Fabio De Masi

| Abgeordneter Bundestag
Fabio De Masi in Hamburg, 2017
© Karen Demarowitz
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Jahrgang
1980
Wohnort
Brüssel, Hamburg
Berufliche Qualifikation
Dipl.-Volkswirt, MSoSc International Relations, Master of Arts International Economics
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Liste
Landesliste Hamburg, Platz 1
Parlament
Bundestag

Die politischen Ziele von Fabio De Masi

Seit 2017 gehöre ich dem Deutschen Bundestag für Hamburg an. Zuvor war ich  Europaabgeordneter (2014 - 2017).

Ich streite für soziale Gerechtigkeit & Frieden. Mein Schwerpunkt ist Wirtschafts- und Finanzpolitik. DIE LINKE. kämpft für gerechte Steuern, gute Arbeit, Renten & Pflege, öffentliche Investitionen, Volksabstimmungen, den Schutz von Klima & Umwelt, Abrüstung und Entspannungspolitik sowie ein Verbot von Parteispenden von Unternehmen. Politik darf nicht käuflich sein.

Über Fabio De Masi

Ich wurde am 7. März 1980 in Groß-Gerau als Sohn eines italienischen Gewerkschafters und einer deutschen Sprachlehrerin geboren. Meine ersten Lebensjahre verbrachte ich auf Schloss Wolfsgarten, wo meine Großmutter einen Kindergarten leitete, südlich von Neapel bei meiner Großfamilie, sowie in und bei Darmstadt. Ich wuchs dann bei meiner alleinerziehenden Mutter und mit einem älteren Bruder auf, zog mit 17 von zu Hause aus und jobbte in einer Bar sowie auf dem Bau.

Früh merkte ich, dass soziale Ungerechtigkeit Stress bedeutet: Meine Karriere als MC einer Live Hip Hop Band und den Jugendtraum Film und Regie zu studieren, tauschte ich daher gegen politisches Engagement. Bei einer Jugendzeitung, in der Schülervertretung sowie der Gewerkschaft. Darunter litt mein Schulbesuch. Mein Fachabitur verdiente ich mir mit dem Zivildienst in einem Krankenhaus.

2001 zog ich in meine Wahlheimat Hamburg und studierte über den zweiten Bildungsweg Volkswirtschaft auf Diplom an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik sowie an der University of Cape Town in Südafrika. Denn mir war klar: "It’s the economy, stupid."

Nach dem Studienabschluss arbeitete ich erst als Vorstandsassistent einer gemeinnützigen Unternehmensberatung unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen. Ein Berliner Intermezzo aus privaten Gründen sah mich als Call-Center-Agent und Toilettenputzer in einem Techno-Club, während ich ein Vorstellungsgespräch bei der HSH Nordbank absagte, die später mit der Finanzkrise zum Problem für Hamburg werden sollte. Außerdem arbeitete ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag, bevor ich nach Südafrika zurückkehrte.

Dort absolvierte ich einen Master in internationalen Beziehungen. Zurück in Deutschland war ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter diverser Bundestagsabgeordneter der LINKEN im Bereich Europa- und Wirtschaftspolitik tätig. Zwischendurch wurde ich Vater eines Sohnes und absolvierte einen Master in Internationaler Volkswirtschaft an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht. Dort war ich im Anschluss Dozent für Volkswirtschaft.

Ich wurde im Juni 2014 für die Partei DIE LINKE in das Europäische Parlament in Brüssel und Straßburg gewählt und war dort für Hamburg und Nordrhein-Westfalen zuständig. Seit 2017 gehöre ich jedoch für Hamburg dem Deutschen Bundestag an.

Auch in meiner Familie spielte Politik eine Rolle. Mein italienischer Großvater kämpfte als Partisane für die Befreiung Italiens vom Faschismus. Er setzte große Hoffnungen in die europäische Integration. Aber es ärgerte ihn, was aus ihr wurde. Ich kämpfe daher für eine EU im Interesse der kleinen Leute, damit nicht Beschäftigte im Binnenmarkt um die niedrigsten Löhne konkurrieren und damit nicht die Mehrheit die Zeche für die Banken zahlt.

Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meinem Sohn auf dem Bolzplatz sowie mit meiner Liebe für klassische Rennräder, den Film und Soul-Schallplatten. Ins Fußballstadion zu meinem Club – dem FC St. Pauli – schaffe ich es nur noch selten. Dafür verbringe ich den Urlaub gerne beim Skifahren und Wellenreiten und tobe mich beim Fußball aus, wenn es der volle Terminkalender im Parlament zulässt.

Was vertrete ich im Bundestag ?

Im Deutschen Bundestag befasse ich mich überwiegend mit Wirtschaft- und Finanzpolitik. 

Im Europaparlament gehörte ich dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung, zwei Sonderausschüssen zu den Luxemburg Leaks bzw. Steueroasen an und war stellvertretender Vorsitzender des Untersuchungsausschuss zu den Panama Papers bzw. Geldwäsche, Steuerhinterziehung und -vermeidung der Reichen, Mächtigen, Konzerne und Kriminellen.

Ich streite für eine Euro-Politik im Interesse der Bevölkerungsmehrheit und somit gegen die ungerechten und wirtschaftlich verheerenden Kürzungsdiktate. Außerdem trete ich ein für öffentliche Investitionen statt des Ausverkaufs öffentlichen Eigentums. Banken und Finanzmärkte müssen reguliert werden.

Darüber hinaus engagiere ich mich gegen Freihandelsabkommen im Interesse großer Konzerne und kämpfe gegen den Einfluss der Wirtschaftslobby auf das Parlament. Außerdem unterstütze ich eine Stärkung der Beschäftigten und damit der Gewerkschaften.

Im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments arbeitete ich bis zu Hälfte der Legislaturperiode (2017) als stellvertretendes Mitglied für den Schutz der Arbeitsbedingungen an Häfen und Flughäfen sowie für eine Bürgerbahn statt Börsenbahn.

Alle Fragen in der Übersicht

(...) 4. Dann interessiert mich noch wie Sie persönlich zu Volksabstimmungen eingestellt sind. Welche Vorstellungen hat Ihre Partei dazu in dieser Legislaturperiode? (...)

Von: Unaf-Wbnpuvz Untra

Antwort von Fabio De Masi
DIE LINKE

(...) Zum Konzept von Yanis Varoufakis - mit dem ich auch politische Differenzen habe, was uns punktuell nicht an der Zusammenarbeit hindert - ist anzumerken: Es handelt sich um kein bedingungsloses Grundeinkommen von dem man leben könnte (also über 1000€/Monat). Varoufakis lehnt laut meiner Kenntnis auch ein Modell ab, das die bestehenden Sozialstaat-Strukturen ersetzen soll - auch weil dies die working poor und die Erwerbslosen weiter spalten könnte. (...)

# Soziales 30Nov2017

(...) Da die Sozialwohnungsquote in St. Georg laut Hamburger StadtteilProfile 2015 bei 13,8 % des Gesamtwohnungsbestands lag, reduzierte sich der Anteil der Sozialwohnungen durch die Freistellung von der Belegungsbindung nochmals um 6,2 % auf einen Anteil von nur noch 7,6 %. Damit wurden Geringverdiener erheblich benachteiligt und aus dem Stadtteil verdrängt, da günstige Wohnungen nicht mehr zur Verfügung standen. (...)

Von: Ovetvg haq Ervauneq Trefgzrvre-Unytznaa

Antwort von Fabio De Masi
DIE LINKE

(...) Ich stimme Ihnen zu. Hamburg hat ein Mietenproblem. (...)

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