Stärkung der Rolle von Frauen und Mädchen durch die Digitalwirtschaft

Die Entschließung des Europäischen Parlaments fordert die Mitgliedsstaaten auf, die geschlechtsspezifische Diskrepanz in der Informations- und Kommunikations-Branche zu beheben. Mit 523 Ja-Stimmen (77%) wurde die Entschließung angenommen. 97 (14%) Parlamentarier*innen stimmten mit "Nein", während sich 56 (8%) enthielten.

Von den 96 deutschen EU-Abgeordneten stimmten 76 für die Entschließung, 9 dagegen, 6 waren nicht beteiligt und 5 enthielten sich. Das Parlament beauftragt seinen Präsidenten, diese Entschließung dem Rat und der Kommission zu übermitteln.

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Dafür gestimmt
77
Dagegen gestimmt
9
Enthalten
4
Nicht beteiligt
6
Abstimmungsverhalten von insgesamt 96 Abgeordneten.
Name Fraktion Wahlkreis Stimmverhalten Absteigend sortieren
Angelika Niebler CDU/CSU (EVP) 1 - Bayern Enthalten
Axel Voss Axel Voss CDU/CSU (EVP) 1 - Nordrhein-Westfalen Enthalten
Monika Hohlmeier CDU/CSU (EVP) 1 - Bayern Enthalten
Bernd Kölmel Bernd Kölmel ALFA/FAMILIEN-PARTEI (EKR) Dagegen gestimmt
Bernd Lucke Bernd Lucke ALFA/FAMILIEN-PARTEI (EKR) 1 - Bundesliste Dagegen gestimmt
Jörg Meuthen AfD (EFDD) 1 - Bundesliste Dagegen gestimmt
Marcus Pretzell AfD (ENF) 1 - Bundesliste Dagegen gestimmt

Sexismus und Geschlechterstereotype seien ein großes Hindernis für die Gleichstellung von Frauen und Männern und vergrößere das geschlechtsspezifische Gefälle in der Digitalwirtschaft. Dadurch würde es für Frauen schwierig, ihre Fähigkeiten als Nutzerinnen, Innovationsbringerinnen und Erfinderinnen vollständig zu entfalten. Die Mitgliedsstaaten werden aufgefordert, die geschlechtsspezifische Diskrepanz in der IKT-Branche zu beheben, indem sie den Nutzen der Vielfalt für Unternehmen hervorheben und zusätzliche Anreize für Unternehmen und Frauen schaffen, darunter Leitbilder, Mentoring-Programme und Aufstiegsmöglichkeiten. Um Unternehmerinnen insbesondere im Kontext des digitalen Wandels der Industrie zu fördern und zu unterstützen, müssten zusätzliche Finanzmittel bereit gestellt werden und der Zugang zu bestehenden Finanzmitteln müsse verbessert werden. Der Aktionsplan der EU 2017–2019 zur Bekämpfung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles wird daher begrüßt.

Stefan Bernhard Eck (Einzelbewerber) bemängelte die Ungleichheit von Männern und Frauen in der Medien- und Unterhaltungsbranche. Nur 17% der journalistischen Arbeitskräfte bei Zeitungen seien Frauen, beim Fernsehen würden neun von zehn Interviews von Männern geführt. Die Moderation von Quiz- und Realityshows sei mit 80% eine Männerdomäne. Eine verbindliche Frauenquote in medialen und journalistischen Berufen müsse daher durchgesetzt werden.

Bernd Kölmel (LKR) betonte, auch Care-Arbeit verdiene Anerkennung und sei als wichtige Leistung zu betrachten. Es dürfe kein Gegeneinander von Beruf einerseits und Familie andererseits geben, sondern es müsse eine gute Verzahnung geschaffen werden. Frauen müssten in den Bereichen gefördert werden, in denen sie benachteiligt seien. Aus Chancengleichheit dürfe keine Ergebnisgleichheit gemacht werden. Deshalb seien starre Quoten der falsche Weg.

Kommentare

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Hochgradiger Nonsens. Vielleicht liegt das Fehlen von Frauen in der Digitalwirtschaft ja eher daran, das keine Frau daran Interesse hat. Wenn ich einer Frau von meinem IT Job erzähle läuft die schreiend davon.

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