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Fritz Felgentreu
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Frage von Kerstin H. •

Frage an Fritz Felgentreu von Kerstin H. bezüglich Wirtschaft

sehr geehrter Herr Felgentreu,
ich habe mit großem Interesse die Ablehnung der SPD und der Stadtentwicklungsenatorin zum Ausbau vom Estrel Hotel gelesen. Ich war etwas entsetzt darüber. Denn die Begründungen waren an den Haaren herbei gezogen. In der Karl Marx Straße gibt es im unteren Teil gar keine vernünftige Geschäfte, nur jede Menge Dönerbuden und Billig-Ranschläden. Welche Geschäfte sollen da kaputt gemacht werden?
Um die S- Sonnenalle gibt es direkt keine guten Einkaufsmöglichkeiten. Die anderen Center sind ja nicht so super nah. außerdem sehr klein. Da gehen auch keine Arbeitsplätze verloren. Höchstens illegale.
Wieso darf den Anschütz ein so großes EKZ am Ostbahnhof bauen? Da gibt es viel mehr richitige Geschäfte, die kaputt gehen können. Wieso darf der bauen? und nun wurde die Verdoppelung der Verkaufsfläche genehmigt.
Ich denke dabei an den Kaufhof und die Geschäfte im Ostbahnhof.
Wieso wird hier so viel Mist von der SPD erzählt?
Könnte es sein, dass Anschütz der Stadtentwicklungssenatorin gedroht hat, sein Center nicht zu bauen, wenn das Estrel als Konkurrenz baut?
Ich habe den Eindruck, da wird hinter den Kulissen gemauschelt, zu Lasten von Neukölln und dem Estrel. Denn dei Begründungen der Senatorin sind absoluter Quatsch.

Mit schöne Grüßen - Eine Anwohnerin

Kerstin Hackel

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Antwort von
SPD

Sehr geehrte Frau Hackel,

Ihre Frage bringt ziemlich genau die Auffassung der Neuköllner SPD zum
Ausdruck. Leider haben wir uns gegenüber dem Senat nicht durchsetzen können. Der
Senat vertritt die Haltung, dass großflächiger Einzethandel nur noch an
Standorten angesiedelt werden darf, die in einem Stadtentwicklungsplan verzeichnet sind
-- egal, was sonst noch davon abhängt.

Letztlich hat der Senat das Recht und auch die Aufgabe, eine gesamtstädtische
Entwicklungspolitik zu formulieren. In den meisten Fällen hat die zuständige
Senatorin, Frau Junge-Reyer, kluge Entscheidungen getroffen. Im Falle des
Estrels kommen wir Neuköllner aber zu völlig anderen Ergebnissen als der Senat.

Mit freundlichem Gruß

Ihr Fritz Felgentreu