Monitoring der Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT)

Im Bundestag ist ein fraktionsübergreifender Antrag (PDF) zur Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) angenommen worden. Der Antrag war von 110 Abgeordneten aus den Fraktionen von CDU/CSU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke vorgelegt worden. Sie fordern, die Nutzung und die Folgen des Tests systematisch zu untersuchen und die bisherigen Regelungen zu überprüfen. Zuvor hatte der Bundestag einen Änderungsantrag (PDF) namentlich angenommen. Anschließend wurde über den entsprechend geänderten Antrag abgestimmt.

Mit dem NIPT kann anhand einer Blutprobe der Schwangeren untersucht werden, wie hoch das Risiko des ungeborenen Kindes für die Trisomien 13, 18 und 21 ist. Seit Juli 2022 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten, wenn die Schwangere gemeinsam mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt zu dem Ergebnis kommt, dass der Test in ihrer persönlichen Situation notwendig ist. Die Antragsteller:innen kritisieren jedoch, dass nicht ausreichend klar geregelt sei, wann der Test eingesetzt werden sollte. Sie befürchten deshalb, dass er zunehmend auch ohne konkreten medizinischen Anlass genutzt wird und so zu einer Reihenuntersuchung bzw. einem Screentingtest geworden sei.

Konkret soll die Bundesregierung ein Monitoring einrichten. Untersucht werden sollen unter anderem die Gründe für die Nutzung des NIPT, die medizinische und nicht-medizinische Beratung von Schwangeren, anschließende invasive Untersuchungen sowie die Entwicklung der Geburtenrate von Kindern mit Trisomie 21. Erste Ergebnisse sollen dem Bundestag spätestens bis zum 30. Juni 2027 vorliegen. Zusätzlich fordert der Antrag ein interdisziplinäres Expert:innengremium. Dieses soll die rechtlichen, ethischen und gesundheitspolitischen Grundlagen der Kassenzulassung prüfen und die Bundesregierung dazu beraten, wie der Zugang zu vorgeburtlichen genetischen Tests künftig geregelt werden sollte. Dabei soll es auch um die Qualität der medizinischen Beratung gehen.

Der Antrag wurde mit den Stimmen von 527 Abgeordneten angenommen. 18 Abgeordnete stimmten dagegen, es gab 23 Enthaltungen.

Weiterlesen
Dafür gestimmt
527
Dagegen gestimmt
18
Enthalten
23
Nicht beteiligt
62
Abstimmungsverhalten von insgesamt 630 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Portrait von Florian BilicFlorian BilicCDU/CSU209 - Pirmasens Dafür gestimmt
Christoph BirghanAfD224 - Traunstein Dafür gestimmt
Portrait von Jakob BlankenburgJakob BlankenburgSPD37 - Lüchow-Dannenberg – Lüneburg Dafür gestimmt
Portrait von Andreas BleckAndreas BleckAfD196 - Neuwied Dafür gestimmt
Joachim BlochAfD285 - Rottweil – Tuttlingen Dafür gestimmt
Portrait von Michael BlosMichael BlosAfD283 - Emmendingen – Lahr Dafür gestimmt
Portrait von René BochmannRené BochmannAfD150 - Nordsachsen Dagegen gestimmt
Portrait von Violetta BockVioletta BockDie Linke167 - Kassel Dafür gestimmt
Portrait von Leif BodinLeif BodinCDU/CSU2 - Nordfriesland – Dithmarschen Nord Dafür gestimmt
Portrait von Peter BoehringerPeter BoehringerAfD231 - Amberg Dafür gestimmt
Peter BohnhofAfD Dafür gestimmt
Portrait von Hendrik BollmannHendrik BollmannSPD140 - Herne – Bochum II Dafür gestimmt
Portrait von Gereon BollmannGereon BollmannAfD4 - Rendsburg-Eckernförde Dafür gestimmt
Simone BorchardtSimone BorchardtCDU/CSU13 - Ludwigslust-Parchim II – Nordwestmecklenburg II – Landkreis Rostock I Dafür gestimmt
Portrait von Caroline BosbachCaroline BosbachCDU/CSU99 - Rheinisch-Bergischer Kreis Dafür gestimmt
Portrait von Jorrit BoschJorrit BoschDie Linke Nicht beteiligt
Portrait von Janina BöttgerJanina BöttgerDie Linke71 - Halle Dafür gestimmt
Portrait von Frederik BouffierFrederik BouffierCDU/CSU172 - Gießen Dafür gestimmt
Portrait von Torben BragaTorben BragaAfD Dafür gestimmt
Portrait von Michael BrandMichael BrandCDU/CSU173 - Fulda Dafür gestimmt
Portrait von Dirk BrandesDirk BrandesAfD43 - Hannover-Land I Dafür gestimmt
Reinhard BrandlReinhard BrandlCDU/CSU215 - Ingolstadt Dafür gestimmt
Portrait von Stephan BrandnerStephan BrandnerAfD193 - Gera – Greiz – Altenburger Land Dafür gestimmt
Portrait von Franziska BrantnerFranziska BrantnerBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN274 - Heidelberg Nicht beteiligt
Portrait von Silvia BreherSilvia BreherCDU/CSU32 - Cloppenburg – Vechta Dafür gestimmt

Immer informiert bleiben!

  • Keine Abstimmung mehr verpassen
  • Exklusive Recherchen zu Lobbyismus, Parteispenden und Nebeneinkünften
  • Die wichtigsten Fragen und Antworten von Abgeordneten
  • Der Newsletter erscheint wöchentlich und ist kostenlos
E-Mail-Adresse
Newsletter Formular