Stefan Liebich
DIE LINKE
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Frage von ebfn ynaqref an Stefan Liebich bezüglich Städtebau und Stadtentwicklung

# Städtebau und Stadtentwicklung 26. Mai. 2019 - 23:56

Hallo,

Ich habe über die Erneuerung des Stadions im Friedrich Ludwig Jan Sportpark gelesen.

Für die Special Olympics wird es sowieso zu knapp wie ich rauslese.
Auch die Anbindung sei nicht ideal.
Dann ist es doch klug, von Anfang für das Mommsenstadion zu plädieren, oder nicht?!
Ich komme selbst direkt aus der Oderbergerstraße.
Den alten charm des Stadiums würd ich wirklich nochmal überdenken, einfach abzureißen. Wie wäre es mit ein bisschen Gefühl für seine Besonderheit?
Das gibt es nicht wieder.

Außerdem find ich es eine Frechheit, dass so viele Millionen anscheinend in ein schon bestehendes und benutzbares Gebäude fließen soll, wobei angeblich genau dieses Geld aber für einen Rückkauf der (Sozial) Wohnungen in Berlin fehlen sollte?!
Wie ist das möglich?
Vielleicht können Sie mich aufklären.

Ich bitte sehr um eine klärende Antwort ODER eine Überdenkung dieser Pläne und der Aufteilung der Finanzen.

Wer nicht wohnen kann, dem hilft auch kein modernes Sportstadion.

Mit Grüßen
Rosa

Von: ebfn ynaqref

Antwort von Stefan Liebich (LINKE) 05. Juni. 2019 - 14:46
Dauer bis zur Antwort: 1 Woche 2 Tage

Sehr geehrte Frau Landers,
ich freue mich sehr, dass die „Special Olympics“ 2023 in Berlin ausgetragen werden, es wird sicherlich ein wunderbares internationales Sportfest. Für mich ist es selbstverständlich, dass auch der „neue“ Jahnsportpark als Veranstaltungsort in den Planungen des Senats für diesen Event einen festen Platz hat und hoffe sehr, dass der Umbau rechtzeitig abgeschlossen wird.
Um einem eventuellen Missverständnis vorzubeugen, nicht der ganze Jahnsportpark wird abgerissen, sondern das Stadion darin. Es soll bis zum Frühjahr 2023 durch ein modernes und behindertengerechtes Stadion ersetzt werden. Dagegen gibt es nichts einzuwenden, der gegenwärtige Zustand ist katastrophal. Weil Teile von den Flutlichtmasten abzustürzen drohten, mussten in den vergangenen Wochen diverse Fußballspiele bis hin von Mannschaften in der Regionalliga in andere Sportstätten verlegt werden. Das Geld für die Erneuerung, die Kostenschätzung beläuft sich auf 110 Millionen Euro, ist meines Erachtens gut angelegt, insbesondere auch viele Freizeitsportlerinnen und -sportler werden davon profitieren.
Berlins Anstrengungen, den kommunalen Anteil an Wohnungen auch durch Zukauf zu erhöhen - der Erwerb erfolgt durch die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften -, werden durch den Stadionneubau und seine Finanzierung nicht berührt.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan Liebich