Agenda für die Zukunft der Weltmeere

Die Entschließung des Europäischen Parlaments fordert die Mitgliedstaaten eindringlich auf, umfassende Maßnahmen zum Schutz der Weltmeere zu ergreifen. Bei 83 (12%) Enthaltungen und 25 Gegenstimmen (4%) stimmten 558 (84%) Parlamentarier*innen mit "JA".

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Dafür gestimmt
76
Dagegen gestimmt
5
Enthalten
5
Nicht beteiligt
10
Abstimmungsverhalten von insgesamt 96 Abgeordneten.
Name Fraktion Wahlkreis Stimmverhalten Absteigend sortieren
Albert Deß CDU/CSU (EVP) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Bayern (EU-Parlament 2014-2019) Enthalten
Hans-Olaf Henkel ALFA/FAMILIEN-PARTEI (EKR) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Bundesliste (EU-Parlament 2014-2019) Enthalten
Bernd Kölmel Bernd Kölmel ALFA/FAMILIEN-PARTEI (EKR) (EU-Parlament 2014-2019) Kein Wahlkreis zugeordnet Enthalten
Joachim Starbatty ALFA/FAMILIEN-PARTEI (EKR) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Bundesliste (EU-Parlament 2014-2019) Enthalten
Ulrike Trebesius ALFA/FAMILIEN-PARTEI (EKR) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Bundesliste (EU-Parlament 2014-2019) Enthalten
Paul Hermann Winkler CDU/CSU (EVP) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Sachsen (EU-Parlament 2014-2019) Dagegen gestimmt
Rebecca Harms DIE GRÜNEN/PIRATEN/ÖDP (Grüne/EFA) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Bundesliste (EU-Parlament 2014-2019) Dagegen gestimmt

Der grundlegende Bericht des Ausschusses für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zeichnet ein negatives Bild der ökologischen Lage der Weltmeere. Es herrsche weitestgehende Einigkeit darüber, dass die ökologische Gesundheit der Weltmeere stark gefährdet sei und irreversible Schäden drohten, wenn die internationale Gemeinschaft keine gezielten und koordinierten Maßnahmen ergreife. Ohne wesentliche Änderungen dürfte bis 2100 weltweit mehr als die Hälfte der marinen Arten vom Aussterben bedroht sein.

Insbesondere die Ansammlung und Verbreitung von Abfällen im Meer gehöre zu den Problemen, die sich besonders rasch zuspitzen. Mikroplastik sei besonders gefährlich, da die Teilchen so winzig seien, dass sie in zahlreiche Organismen (Seevögel, Fische, Muscheln, Pierwürmer und Zooplankton) gelangten. Derzeit seien die Weltmeere durch mehr als 100 Mio. Tonnen Kunststoffabfälle und Mikroplastik belastet und existenziell bedroht.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Meere und Ozeane für das Leben auf der Erde, für nachhaltige Entwicklung, Beschäftigung und Innovation sowie als Ort der Erholung und Freizeitgestaltung eine grundlegende Rolle spielen. Daher wird die Kommission aufgefordert, klare Fristen festzulegen, gegebenenfalls Legislativvorschläge zu unterbreiten und mit den Mitgliedstaaten zusammenzuarbeiten, um in Bereichen wie Meeresforschung, Kapazitätenaufbau und Technologietransfer Fortschritte zu erzielen.

Die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, ihre Rechtsvorschriften zum Schutz der Ozeane zu verbessern und in internationalen Gremien vorausschauend und progressiv aufzutreten, um Reformen für mehr Transparenz und ehrgeizigere Maßnahmen anzustoßen.

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Plastikmüll ist die Hauptverschmutzung der Meere. Dabei gibt es ganz viele Alternativen an biologisch abbaubaren Kunststoffen --die jetzt aber etwa doppelt bis viermal so teuer sind weil die Herstellungsmengen noch so gering sind. Einwegplastik das aus langhaltbaren Kunststoffen hergestellt wird gehört konsequent verboten (mit Ausnahmen bei Plastik in der Medizin oder Forschung). Joghurtbecher und Duschgelflaschen können einfach aus abbaubaren Kunststoffen hergestellt werden. Mikroplastik kann durch Sand, Olivenkernmehl, Bambusmehl und ähnlichem ersetzt werden oder wenn es nicht anders geht aus Mikro-Ökoplastik hergestellt werden. Wichtig ist auch, dass Phosphat, Stickstoff und andere Düngesalze aus dem Abwasser wieder herausgeholt werden: diese Düngemittel können aufgereinigt wieder zum Düngen verwendet werden-- Düngen aber nur nach Bodenanalyse und nach der sich daraus ergebenden Anweisung. Wenn Schiffe ihren Müll kostenlos* im Hafen abgeben können (alle Schiffe bezahlen eine Anlegegebühr in denen die durchschnittliche Müllgebühr schon drin ist) wird der Müll auch nicht mehr ins Meer geworfen. In den Gebieten in denen Fisch brüten sollte das Fischfangen verboten werden. Netze sollten so sein, dass die Jungfische nicht gefangen werden aber auch ganz große Fische erst gar nicht reinkönnen um so die "Elternfische" und Tiere wie Delfine zu schützen. Auch wäre es zu überlegen, ob jede Dekade einmal ein "Jahr des Fisches" ausgerufen wird wo kommerzielles Fischen für eine Brutsaison komplett unterlassen wird- finaziert mit der Mehrwertsteuer die sowieso auf Fischprodukten drauf ist. Eine große Schonzeit sozusagen. Vielleicht hilft es auch, wenn den Babyfischen bedrohter Arten in den Laichgewässern irgendwie geholfen werden könnte --vielleicht durch für sie verbessere Biotope, vielleicht durch Fütterungen in den ersten Lebenswochen.Dass die Meere nicht unendlich sind mit unendlichen Mengen an Fisch dürfte bekannt sein. Außerdem sind auch Fische fühlende Wirbeltiere.

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