Ablehnung des Antrags der Linken „Krankenversicherte entlasten, nicht belasten“

Im Zusammenhang mit der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung hat die Fraktion Die Linke den Antrag „Krankenversicherte entlasten, nicht belasten“ eingebracht. Darin kritisiert sie, dass die geplanten Maßnahmen nach ihrer Auffassung Versicherte stärker belasten als die Arbeitgeberseite.

Die Linke fordert die Bundesregierung auf, auf Leistungskürzungen und zusätzliche finanzielle Belastungen für Versicherte zu verzichten. Dies betrifft insbesondere das Krankengeld, die beitragsfreie Mitversicherung von Ehe- und Lebenspartner:innen, Zuzahlungen und Zuschüsse zum Zahnersatz. Auch bei Ärzt:innen, Krankenhäusern und anderen Leistungserbringenden sollen nach dem Willen der Fraktion keine Kürzungen vorgenommen werden, wenn sich dadurch die Versorgung der Patient:innen verschlechtert. Darüber hinaus fordert die Linke, die Beitragsbemessungsgrenze und die Pflichtversicherungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung auf monatlich 15.000 Euro anzuheben. Dadurch sollen Menschen mit hohen Einkommen stärker an der Finanzierung beteiligt und mehr Gutverdienende in der gesetzlichen Krankenversicherung gehalten werden. Perspektivisch spricht sich die Fraktion für eine solidarische Gesundheits- und Pflegeversicherung aus.

Der Gesundheitsausschuss empfahl dem Bundestag, den Antrag abzulehnen. Über die Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses wurde im Bundestag namentlich abgestimmt.

Die Beschlussempfehlung wurde mit 539 Ja-Stimmen zu 56 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung von Stefan Seidler (fraktionslos) angenommen. Damit wurde der Antrag der Fraktion Die Linke insgesamt angelehnt.

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Dafür gestimmt
539
Dagegen gestimmt
56
Enthalten
1
Nicht beteiligt
34
Abstimmungsverhalten von insgesamt 630 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Profilbild von Sylvia RietenbergSylvia RietenbergBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN128 - Münster Dafür gestimmt
Portrait von Daniel RinkertDaniel RinkertSPD107 - Neuss I Dafür gestimmt
Portrait von Dennis RohdeDennis RohdeSPD27 - Oldenburg – Ammerland Dafür gestimmt
Lars RohwerLars RohwerCDU/CSU159 - Dresden II – Bautzen II Dafür gestimmt
Bild von Sebastian RoloffSebastian RoloffSPD218 - München-Süd Dafür gestimmt
Portrait von Claudia RothClaudia RothBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN251 - Augsburg-Stadt Dafür gestimmt
Johannes RothenbergerCDU/CSU284 - Offenburg Dafür gestimmt
Portrait von Rainer RothfußRainer RothfußAfD256 - Oberallgäu Dafür gestimmt
Portrait von Norbert RöttgenNorbert RöttgenCDU/CSU97 - Rhein-Sieg-Kreis II Dafür gestimmt
Dr. Philipp RottwilmPhilipp RottwilmSPD169 - Schwalm-Eder Dafür gestimmt
Stefan RouenhoffStefan RouenhoffCDU/CSU111 - Kleve Dafür gestimmt
Portrait von Thomas RöwekampThomas RöwekampCDU/CSU54 - Bremen I Dafür gestimmt
Dr. Thorsten RudolphThorsten RudolphSPD198 - Koblenz Dafür gestimmt
Angela RudzkaAfD49 - Salzgitter – Wolfenbüttel Dafür gestimmt
Portrait von Corinna RüfferCorinna RüfferBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN202 - Trier Dafür gestimmt
Portrait von Daniela RumpDaniela RumpSPD48 - Hildesheim Dafür gestimmt
Portrait von Ruben RuppRuben RuppAfD269 - Backnang – Schwäbisch Gmünd Dafür gestimmt
Portrait von Albert RupprechtAlbert RupprechtCDU/CSU234 - Weiden Dafür gestimmt
Porträt-Bild Bernd Rützel, MdBBernd RützelSPD248 - Main-Spessart Dafür gestimmt
Portrait von Johann SaathoffJohann SaathoffSPD24 - Aurich – Emden Dafür gestimmt
Portrait von Zada SalihovićZada SalihovićDie Linke Dagegen gestimmt
Portrait von Carl-Philipp SassenrathCarl-Philipp SassenrathCDU/CSU107 - Neuss I Dafür gestimmt
Portrait von Jamila Anna SchäferJamila Anna SchäferBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN218 - München-Süd Dafür gestimmt
Portrait von Sebastian SchäferSebastian SchäferBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN261 - Esslingen Dafür gestimmt
KandidatenfotoBernd SchattnerAfD210 - Südpfalz Dafür gestimmt