Ralf Kapschack
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Frage an Ralf Kapschack von Felix L. bezüglich Sport, Freizeit und Tourismus

Hallo Herr Kapschack,

Ich habe mich gefragt, ob man nach der Bewältigung der Corona-Pandemie einfach für ganz Deutschland eine Woche Feiertag ausrufen könnte.

Das hätte folgende Vorteile:
- Wirtschaftliche Vorteile für gebeutelte Gastronomie- und Musikbranche
- Psychologische Vorteile in Form eines echten Neustarts ins "reale Leben"
- Motivation für die Bevölkerung sich in der momentanen Phase diszipliniert zu verhalten

Selbstverständlich gibt es auch Nachteile, zum Beispiel, dass viele Arbeitgeber dagegen wären. Aber Ich denke auch diese würden davon profitieren, dass ihre Angestellten danach wieder deutlich motivierter wären. Diese mussten in der Pandemie ja häufig ihren Ausgleich in der Freizeit opfern, um zur Arbeit gehen zu können.

Auch müsste möglicherweise die Finanzierung des Lohns in der Gastronomiebranche geregelt werden.

Das macht es natürlich schwierig umzusetzen, aber Ich glaube es wäre eine echte Katharsis für die deutsche Bevölkerung.

Mit freundlichem Gruß und bleiben Sie gesund
F. L.

Frage von Felix L. am
Ralf Kapschack
Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 3 Tage

Sehr geehrter Herr L.,

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage vom 21. Januar.

Ihr Vorschlag ist sicherlich außergewöhnlich und meines Wissens nach wurden entsprechende Ideen bisher nicht breit diskutiert, daher kann ich Ihnen an dieser Stelle noch keine klare Einschätzung hierzu liefern.
Grundsätzlich habe ich zwar Sympathien für den Ansatz, allerdings erwähnen Sie richtigerweise schon, dass es hierzu sicherlich Gegenwind von Arbeitgeberseite geben würde. Das muss nicht zwangsläufig ein Hinderungsgrund sein, wäre aber bei einer kompletten arbeitsfreien Woche sicherlich angebracht.
Wenn es dagegen darum geht, z.B. für 2022 den Mindesturlaubsanspruch zeitweise heraufzusetzen, erschiene mir das diskussionswürdig, zumal es wahrscheinlich kein klar definierbares Ende der Pandemie geben wird. Dennoch wäre auch hier Widerstand garantiert und angesichts der Arbeitgebernähe der Union erscheint eine tatsächliche Umsetzung sehr schwierig.
Die positiven psychologischen Aspekte sind dagegen nicht von der Hand zu weisen, insbesondere da wir in der Pandemiebekämpfung derzeit sehr viel mit möglichen Strafen und weniger mit positiven Anreizen arbeiten, daher stehe ich dem Vorschlag offen gegenüber.

Mit freundlichen Grüßen
Ralf Kapschack