Ralf Kapschack
Ralf Kapschack
SPD

Frage an Ralf Kapschack von Fvzbar Xvepuare bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

25. November 2019 - 08:48

Sehr geehrter Herr Kapschack,

alle in Deutschland noch erhältlichen Masernimpfstoffe (MMR bzw MMRV) werden unter Verwendung von Zelllinien hergestellt, die von abortierten menschlichen Embryonen stammen. Ist dieser Punkt bei der Impfpflicht diskutiert worden? Z.B in Hinblick auf einen Eingriff in die Religionsfreiheit?

Mit freundlichen Grüßen

S. Xvepuare

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/impfungen-wie-eine-abtreibung-dabei-half-millionen-leben-zu-retten-a-1137460.html
https://www.pei.de/DE/arzneimittel/impfstoffe/masern/masern-node.html
https://www.basg.gv.at/arzneimittel/faq-arzneimittel/impfstoffe/ Abschnitt 7
https://en.wikipedia.org/wiki/WI-38
https://en.wikipedia.org/wiki/MRC-5

Frage von Fvzbar Xvepuare
Antwort von Ralf Kapschack
12. Februar 2020 - 08:12
Zeit bis zur Antwort: 2 Monate 2 Wochen

Sehr geehrte Frau Xvepuare,
wie Sie sicher wissen, haben wir die Impfpflicht inzwischen im Deutschen Bundestag beschlossen. Da Ihre Frage zunächst nicht freigeschaltet wurde, kam es leider in meinem Büro zu etwas Verwirrung. Dennoch möchte ich Ihnen jetzt antworten.

Um Ihre Frage kurz zu beantworten: Nein, diese Themen wurden bei den Verhandlungen des Masernschutzgesetzes nicht besprochen. Und zwar aus folgendem Grund: Die Frage der Herstellung des Impfstoffes bzw. der Impfstoffe ist eine Frage, die bereits gesetzlich fest geregelt ist. Jeder Impfstoff muss, genau wie jedes Arzneimittel, zugelassen werden. Hierfür ist das Paul-Ehrlich-Institut zuständig. Auf welcher Basis Impfstoffe zugelassen werden ist bereits im Arzneimittelgesetz festgelegt. Die Frage nach der ethischen Herstellung des Impfstoffes war also nicht Gegenstand der Debatte. Bei dem verabschiedeten Masernschutzgesetz geht es lediglich darum die Schutzquoten zu erhöhen. Falls Sie noch weitere Fragen zur Herstellung des Impfstoffes haben, können Sie beim Paul-Ehrlich-Institut mehr darüber erfahren.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf Kapschack