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Manfred Ländner
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Frage von Michael K. •

Frage an Manfred Ländner von Michael K. bezüglich Raumordnung, Bau- und Wohnungswesen

Sehr geehrter Herr Ländner,

wie Sie sicherlich wissen, wird der Autobahnabschnitt der A3 zwischen Aschaffenburg und Nürnberg ausgebaut. Betroffen davon ist u.a. auch Würzburg und die Region.

Wie stehen Sie zu dem Thema Verkehrsbelästigung durch die A3? Immerhin sind die Bauarbeiten, die zwar Arbeitsplätze sichern, für die Anwohner in und um Würzburg aufgrund der Stauumfahrer eine deutliche Belastung und Senkung der Lebensqualität.
Was halten Sie von einer Verbindungsautobahn Aschaffenburg/Schweinfurt?

Wie würden Sie sich und Ihre Partei sich zu diesem Thema positionieren?

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Antwort von
CSU

Sehr geehrter Herr Krümpel,

Die A 3 ist eine der ältesten Autobahnen Deutschlands, beginnend von Emmerich (niederländische Grenze) bis nach Passau (österreichische Grenze). Bereits 1934 bei Köln beginnend wurde an dieser Autobahn bis 1984 (Nürnberg-Passau) gebaut. Sie ist eine wichtige Route durch Deutschland, sowohl für den inländischen, als auch für den Transitverkehr und als solche unverzichtbar. Unbestritten auch die Tatsache der Belastung entlang der Strecke. Seit Jahren wird daher an Verbesserungen gearbeitet. Verbesserungen nicht nur für die Verkehrsteilnehmer, sondern Verbesserungen auch für die Anwohner. Ich erinnere an die. "Einhausung" der A 3 bei Hösbach oder die geplante Tunnellösung im Bereich Würzburg. Der jetzt durchgeführte sechsstreifige Ausbau in unserem Bereich ist bereits seit den 70er Jahren geplant und wurde wegen der vordringlichen Straßenbauarbeiten in den neuen Bundesländern (A 71 Schweinfurt-Erfurt - "Projekt Deutsche Einheit") und schwierigen Grundstücksverhandlungen und Genehmigungsverfahren bis jetzt immer wieder zurückgestellt.
Als betroffener Fernpendler Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre kann ich mich sehr gut und "mit Ärger" an den sechsstreifigen Ausbau der A 3 im Bereich Nürnberg und im Bereich der Fortührung in Richtung München (A 9) erinnern. Mittlerweile ist die A 3, in Fortführung ab AK Nürnberg die A 9, vom AK Fürth-Erlangen bis München sechsstreifig ausgebaut.

Ich schreibe diese Dinge deshalb so ausführlich um einen Erklärungsversuch zu unternehmen, dass die Zeit der Bauarbeiten große Belastungen mit sich bringt, nach Ende der Bauarbeiten sich jedoch eine wesentliche Verbesserung für die Anwohner einstellen wird, nicht zuletzt deshalb, da die Bauarbeiten immer mit einer Verbesserung des Lärmschutzes verbunden sind. Ich habe mich auch bereits öffentlich über die meiner Wahrnehmung nach zu langsame Bauausführung mokiert. In der Main-Post war jedoch letzte Woche ein Artikel, der beschrieben hat, dass die Bauarbeiten zügig voran gehen. Ich werde an diesem Thema dran bleiben.

Sie gestatten, dass ich feststelle, dass die Problematik der "Stauumfahrer" in Rottendorf durch die vor einigen Jahren gebaute Ortsumgehung der B 8 nicht so groß ist wie z. Bsp. in Kist, Höchberg u.a. Gemeinden. Die Tatsache der Belastung ist allerdings nicht wegzudiskutieren. Ich hoffe jedoch, dass Sie im Hinblick auf die zu erwartenden Verbesserungen einigermaßen toleriert werden kann.

Die A 3 wird bleiben, egal wer und wie auch immer argumentiert wird. Bestreben der Verantwortlichen muss sein, die Belastungen soweit möglich zu minimieren. Der Ausbau mit den dann realisierten Verbesserungen gehört dazu.

Die von Ihnen angesprochene Autobahn Aschaffenburg-Schweinfurt ist ja in gewisser Weise mit der in Planung befindlichen B 26n angedacht, bekannt auch als "Westumgehung". Diese neue Straße ist umstritten. Der Kreistag Würzburg hat sich, auch mit meiner Stimme, bereits im letzten Jahr eindeutig positioniert. Eine Trassenführung dieser B 26n durch den Landkreis Würzburg wird abgelehnt. Weite Teile des Landkreises Main-Spessart, woll(t)en diese Trasse. Derzeit laufen weitere Diskussionen. Sollte diese B 26n kommen, was m.E. noch in den Sternen steht, dann will der Landkreis (auch meine Meinung) keine Anbindung in seinem Bereich. Möglich ist z. Bsp. eine Führung vom AK Werneck an die AS Marktheidenfeld und nicht an die AS Helmstadt. Wobei, wie gesagt, ich sehe eine Entlastung des unmittelbaren Bereiches Würzburg durch die B 26n nicht. Es gibt auch widersprüchliche Gutachten zu dieser Problematik.

Wichtig für mich ist auch der - schon mehrfach geforderte- sechsstreifige Ausbau der A 7. Ich bin der Überzeugung, dass der Ausbau bestehender Trassen unter massiver Verbesserung des Lärmschutzes mehr bringt als neue Bauvorhaben - im Hinblick auf Ökologie, Kosten-Nutzenrelation, usw.

Gerne können Sie mit mir auch persönlich Kontakt aufnehmen. (Rottendorf und Kürnach sind ja nicht so weit weg, haben im Bereich Rothof sogar eine gemeinsame Gemarkungsgrenze.)

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Ländner