Herr Kippels, werden Sie sich für ein Ende der Massentierhaltung ( Haltungsformen 1 und 2 ) einsetzen? Ja oder nein – welche konkreten Maßnahmen unterstützen Sie?
Sehr geehrte Frau G.,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Ich setze mich für eine kontinuierliche Verbesserung des Tierwohls ein. Ein pauschales gesetzliches Verbot der Haltungsformen 1 und 2 halte ich im Augenblick jedoch noch nicht für den richtigen Weg. Unser Ziel ist es vielmehr, Landwirtinnen und Landwirte dabei zu unterstützen, ihre Ställe schrittweise tiergerechter umzubauen, ohne ihre wirtschaftliche Existenz zu gefährden oder die Tierhaltung ins Ausland zu verlagern.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer verfolgt deshalb den Ansatz, Planungssicherheit für die Betriebe zu schaffen, den Stallumbau zu fördern, Bürokratie abzubauen und eine verlässliche Tierhaltungskennzeichnung weiterzuentwickeln. Verbesserungen beim Tierwohl müssen praxistauglich sein und gemeinsam mit der Landwirtschaft umgesetzt werden – ansonsten würden wir nur erreichen, dass das Höfesterben weiterginge und sich die Tierhaltung ins - von uns nicht kontrollierbare - Ausland verlagern würde.
Ich bin überzeugt, dass wir nur so Tierwohl, Versorgungssicherheit und eine wettbewerbsfähige heimische Landwirtschaft dauerhaft miteinander verbinden können.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Georg Kippels

