Verringerung des Lohngefälles zwischen Frauen und Männern

Das Europäische Parlament hat sich mehrheitlich für eine Resolution zum Thema Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von Frauen und Männern in Arbeits- und Beschäftigungsfragen ausgesprochen.

Bitte beachten Sie, dass wir nur das Abstimmungsergebnis für die deutschen EU-Abgeordneten darstellen.

Weiterlesen
Dafür gestimmt
37
Dagegen gestimmt
26
Enthalten
5
Nicht beteiligt
28
Abstimmungsverhalten von insgesamt 96 Abgeordneten.
Name Fraktion Wahlkreis Stimmverhalten Absteigend sortieren
Dieter Peter Jahr CDU/CSU (EVP) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Sachsen (EU-Parlament 2014-2019) Enthalten
Dieter-Lebrecht Koch CDU/CSU (EVP) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Thüringen (EU-Parlament 2014-2019) Enthalten
David McAllister CDU/CSU (EVP) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Niedersachsen (EU-Parlament 2014-2019) Enthalten
Udo Voigt - NPD Udo Voigt fraktionslos (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Bundesliste (EU-Parlament 2014-2019) Enthalten
Joachim Zeller CDU/CSU (EVP) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Berlin (EU-Parlament 2014-2019) Enthalten
Daniel Caspary CDU/CSU (EVP) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Baden-Württemberg (EU-Parlament 2014-2019) Dagegen gestimmt
Birgit Collin-Langen CDU/CSU (EVP) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Rheinland-Pfalz (EU-Parlament 2014-2019) Dagegen gestimmt

Das geschlechtsspezifische Lohngefälle ist die Differenz zwischen dem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst männlicher und weiblicher Arbeitnehmer. Laut EU-Parlament verwenden Frauen unverhältnismäßig viel Zeit auf unbezahlte Arbeit und die Betreuung ihrer Kinder sowie anderer Familienmitglieder und wählen deshalb oftmals Teilzeitarbeit und Berufe, die eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen. Aus diesem Grund seien Frauen häufig in geringfügig bezahlten Stellen beschäftigt und würden weniger Managementpositionen annehmen.

Das Parlament kritisiert in diesem Zusammenhang die ungenügende Umsetzung  der EU-Richtlinie zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt aus dem Jahr 2006. Eine Mehrheit der Abgeordneten hat deswegen die Kommission aufgefordert, besagte Richtlinie zu überarbeiten.

EU-Mitgliedsstaaten sollen künftig effektivere Instrumente zur Überwachung der neuen Richtlinienumsetzung einführen. So sollen beispielsweise in Tarifverträgen Systeme zur Arbeitsplatzbewertung und beruflichen Einstufung vor anderen Faktoren vorgezogen werden. Außerdem müsste eine größere Lohntransparenz, der Anspruch auf Mutterschutz sowie Schutz vor Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz gewährleistet werden.

Zur Verringerung des geschlechtsspezifischen Lohngefälles schlägt das Parlament vor, Bußgelder gegen Arbeitgeber, welche die Lohngleichheit missachten, zu verhängen. Weiter solle es verpflichtende Lohnprüfungen für börsennotierte Unternehmen geben.

Obwohl auf deutscher Seite nur die der ECR-Fraktion (European Conservatives and Reformers) angehörigen Parteien ALFA und AfD eine Ablehnung als Parteilinie angegeben hatten, stimmten neben Abgeordneten dieser Gruppe auch ein Großteil der CDU/CSU gegen den Vorschlag des Parlaments. Alle anwesenden Abgeordneten der SPD, der Grünen sowie der Linken sprachen sich für die Überarbeitung der Richtlinie aus.

Das Gesamtergebnis im Europaparlament im Überblick: 

344 dafür (61%)

156 dagegen (27%)

68 enthalten (12%)

 

Weiterführend:

Vorgang bei VoteWatch

Neuen Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.