Menschenrechte und Migration in Drittländern

Das EU-Parlament hat einer umfassenden Resolution zum Thema Flucht und Migration zugestimmt. 

Die knappe Mehrheit von 49% (339 Stimmen) gegen 48% Ablehnung (333 Stimmen) wurde geformt durch die Fraktionen der Europäischen Linken, Grünen, Sozialdemokraten und Liberalen. 

 

Bitte beachten Sie, dass wir nur das Abstimmungsergebnis für die deutschen EU-Abgeordneten darstellen.

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Dafür gestimmt
46
Dagegen gestimmt
44
Enthalten
1
Nicht beteiligt
5
Abstimmungsverhalten von insgesamt 96 Abgeordneten.
Name Fraktion Wahlkreis Stimmverhalten Absteigend sortieren
Reinhard Bütikofer DIE GRÜNEN/PIRATEN/ÖDP (Grüne/EFA) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Bundesliste (EU-Parlament 2014-2019) Enthalten
Marcus Pretzell AfD (ENF) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Bundesliste (EU-Parlament 2014-2019) Dagegen gestimmt
Beatrix von Storch AfD (EFDD) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Bundesliste (EU-Parlament 2014-2019) Dagegen gestimmt
Hans-Olaf Henkel ALFA/FAMILIEN-PARTEI (EKR) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Bundesliste (EU-Parlament 2014-2019) Dagegen gestimmt
Bernd Kölmel Bernd Kölmel ALFA/FAMILIEN-PARTEI (EKR) (EU-Parlament 2014-2019) Kein Wahlkreis zugeordnet Dagegen gestimmt
Bernd Lucke Bernd Lucke ALFA/FAMILIEN-PARTEI (EKR) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Bundesliste (EU-Parlament 2014-2019) Dagegen gestimmt
Joachim Starbatty ALFA/FAMILIEN-PARTEI (EKR) (EU-Parlament 2014-2019) 1 - Bundesliste (EU-Parlament 2014-2019) Dagegen gestimmt

Der 93 Punkte lange Text stützt sich auf die Menschenrechte, insbesondere Artikel 13 (Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit), in dem unter anderem steht, dass jeder Mensch "das Recht [hat] jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen sowie in sein Land zurückzukehren." Menschenrechte gelten unterschiedslos für alle Menschen. Migration sei "ein weltweites und mehrdimensionales Phänomen, das auf mehrere Ursachen zurückzuführen ist, u.a. die wirtschaftlichen Bedingungen, zu der auch die Veränderungen in der Verteilung des Wohlstands und die regionale und globale wirtschaftliche Integration gehören, die sozialen und politischen Bedingungen, die Situation in Bezug auf die Arbeitsbedingungen, Gewalt und Sicherheit sowie die allmähliche Zerstörung der Umwelt und die sich verschlimmernden Naturkatastrophen." Diesem Phänomen müsse "einem kohärenten und ausgewogenen Ansatz begegnet werden [...] und zwar aus einer Gesamtperspektive heraus, in deren Rahmen der menschlichen Dimension der Migration Rechnung getragen wird, einschließlich deren positiven Aspekt für die Bevölkerungsentwicklung und die wirtschaftliche Entwicklung." 

Inhalt der Resolution war unter anderem eine Solidaritätsbekundung "mit den Menschen, die unter anderem aufgrund von Konflikten, Verfolgungen, Verletzungen der Menschenrechte und Elend ihre jeweiligen Länder verlassen müssen". Außerdem wurden die schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen, denen Migranten teilweise in Transit- und Zielländern ausgesetzt sind, als besorgniserregend eingestuft. Das Menschenrecht "jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen" dürfe "durch den Sozialstatus und die Staatsangehörigkeit der jeweiligen Person keinesfalls in Frage gestellt werden" und jede Person habe das Recht, "Entscheidungen in Bezug auf Migration in Würde zu treffen".

Das Gesamtergebnis im EU-Parlament im Überblick: 

339 dafür (48,6%)

333 dagegen (47,8%)

25 enthalten (3,6%)

 

Weiterführend:

Vorgang bei VoteWatch

 

Kommentare

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Wie auch in der Resulution steht, gibt es ein Menscherecht auf das
Verlassen eines Landes, es gibt kein Menschrecht auf einlass in ein fremdes Land!
Die linken Parteien verwenden den Begriff "Menschenrecht" gezielt falsch um Stimmung zu machen.

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