Streichung des Straftatbestandes der Politikerbeleidigung

Der Bundestag hat den Gesetzentwurf der AfD-Fraktion zur Abschaffung des Straftatbestands der Politikerbeleidigung abgelehnt. Mit dem Gesetzentwurf „Stärkung der Meinungsfreiheit und Gleichheit vor dem Gesetz“ hatte die AfD-Fraktion die Streichung des Paragrafen 188 des Strafgesetzbuches (StGB) gefordert. Dieser Paragraf regelt Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens und sieht hierfür einen besonderen strafrechtlichen Schutz vor.

Zur Begründung ihres Antrags führte die Fraktion an, dass § 188 StGB zu einer Ungleichbehandlung führe, da identische Beleidigungen je nach betroffener Person unterschiedlich bestraft würden. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2021 enthält der Paragraf eine Qualifikation für die Beleidigung von Politiker:innen. Dies widerspreche nach Auffassung der Fraktion dem demokratischen Selbstverständnis der Bundesrepublik Deutschland.

In seiner Beschlussempfehlung hatte der Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz empfohlen, den Gesetzentwurf abzulehnen. 

Dieser Empfehlung folgte die Mehrheit des Parlaments und der Gesetzentwurf wurde mit 440 Nein-Stimmen abgelehnt. 133 Abgeordnete stimmten dafür, Enthaltungen gab es keine.

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Dafür gestimmt
133
Dagegen gestimmt
440
Enthalten
0
Nicht beteiligt
57
Abstimmungsverhalten von insgesamt 630 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Portrait von Tino SorgeTino SorgeCDU/CSU69 - Magdeburg Dagegen gestimmt
Jens SpahnJens SpahnCDU/CSU123 - Steinfurt I – Borken I Dagegen gestimmt
Portrait von René SpringerRené SpringerAfD59 - Märkisch-Oderland – Barnim II Dafür gestimmt
Profilbild Svenja StadlerSvenja StadlerSPD36 - Harburg Dagegen gestimmt
Portrait von Katrin StafflerKatrin StafflerCDU/CSU214 - Fürstenfeldbruck Dagegen gestimmt
Portrait von Julia-Christina StangeJulia-Christina StangeDie Linke205 - Worms Dagegen gestimmt
Till Steffen im Niendorfer Gehege bei einer FahrradtourTill SteffenBÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN20 - Hamburg-Eimsbüttel Dagegen gestimmt
Portrait von Wolfgang StefingerWolfgang StefingerCDU/CSU217 - München-Ost Dagegen gestimmt
Albert Stegemann, Ihr Abgeordneter für das Emsland und die Grafschaft BentheimAlbert StegemannCDU/CSU31 - Mittelems Dagegen gestimmt
Portrait von Ralf StegnerRalf StegnerSPD7 - Pinneberg Dagegen gestimmt
Das Bild zeigt Sandra Stein in einem pinken Blazer und einem orangenen Oberteil.Sandra SteinBÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN146 - Hochsauerlandkreis Dagegen gestimmt
Portrait von Sebastian SteinekeSebastian SteinekeCDU/CSU56 - Prignitz – Ostprignitz-Ruppin – Havelland I Dagegen gestimmt
Portrait von Johannes SteinigerJohannes SteinigerCDU/CSU207 - Neustadt – Speyer Dagegen gestimmt
Hanna SteinmüllerHanna SteinmüllerBÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN74 - Berlin-Mitte Dagegen gestimmt
Thomas StephanThomas StephanAfD207 - Neustadt – Speyer Dafür gestimmt
Portrait von Dieter StierDieter StierCDU/CSU72 - Burgenland – Saalekreis Dagegen gestimmt
Portrait von Stephan StrackeStephan StrackeCDU/CSU257 - Ostallgäu Dagegen gestimmt
Portrait von Otto StraußOtto StraußAfD Dafür gestimmt
Portrait von Katja Strauss-KösterKatja Strauss-KösterCDU/CSU138 - Ennepe-Ruhr-Kreis II Dagegen gestimmt
Hendrik StreeckCDU/CSU95 - Bonn Dagegen gestimmt
Christina Stumpp PortraitChristina StumppCDU/CSU264 - Waiblingen Nicht beteiligt
Portrait von Ruppert StüweRuppert StüweSPD78 - Berlin-Steglitz-Zehlendorf Dagegen gestimmt
Portrait von Kassem Taher SalehKassem Taher SalehBÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN158 - Dresden I Dagegen gestimmt
Portrait von Vivian TauschwitzVivian TauschwitzCDU/CSU35 - Rotenburg I – Heidekreis Dagegen gestimmt
Mein Ausdruck, wenn "Moderation" den direkten Austausch zwischen Frage und Antwort verunmöglicht.Tobias TeichAfD217 - München-Ost Dafür gestimmt