Verknappung von CO2-Zertifikaten

In einer knappen Abstimmung hat das EU-Parlament eine Initiative zur Verknappung von CO2-Zertifikaten abgelehnt. 315 Abgeordnete stimmten dafür, 334 dagegen, 63 enthielten sich. Von den deutschen Abgeordneten stimmte eine Mehrheit mit Ja.

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Dafür gestimmt
48
Dagegen gestimmt
43
Enthalten
1
Nicht beteiligt
7
Abstimmungsverhalten von insgesamt 99 Abgeordneten.
Name Fraktion Wahlkreis Stimmverhalten Absteigend sortieren
Evelyne Gebhardt SPD (S&D) 1 - Baden-Württemberg Enthalten
Sabine Verheyen CDU/CSU (EVP) 10 - Nordrhein-Westfalen Dagegen gestimmt
Klaus-Heiner Lehne CDU/CSU (EVP) 10 - Nordrhein-Westfalen Dagegen gestimmt
Karl-Heinz Florenz CDU/CSU (EVP) 10 - Nordrhein-Westfalen Dagegen gestimmt
Elmar Brok CDU/CSU (EVP) 10 - Nordrhein-Westfalen Dagegen gestimmt
Christian Ehler CDU/CSU (EVP) 5 - Brandenburg Dagegen gestimmt
Burkhard Balz CDU/CSU (EVP) 9 - Niedersachsen Dagegen gestimmt

Die Initiative geht auf einen Vorschlag der Europäischen Kommission zurück, die den Emissionshandel einzuschränken wollte, um so die Preise für CO2-Zertifikate steigen zu lassen. Diese waren in den letzten Jahren von ca. 20 Euro pro Tonne auf zuletzt 3 Euro pro Tonne gesunken. Damit können Unternehmen die Zertifikate derzeit so günstig einkaufen, dass sich Investitionen in klimafreundliche Technologien nicht mehr rentieren, so Kritiker.

Die Einführung des Emissionshandels sollte eigentlich dabei helfen, das von der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten gesetzte Ziel, bis zum Jahr 2020 den CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren, zu erreichen. Unternehmen müssen sich seitdem Verschmutzungsrechte, gemessen an ihren CO2-Emissionen in Tonnen, erkaufen. Hieraus sollte sich ein Anreiz ergeben, durch Investitionen in klimafreundliche Technologien den eigenen CO2-Austoß zu verringern. Die Europäische Union galt in diesem Zusammenhang als Vorreiter und hoffte auf Verbreitung ihres Systems im außereuropäischen Raum.

Befürworter einer Reform des Emissionshandels sehen durch den Preisverfall der Zertifikate die gesetzten Ziele zum Klimaschutz als gefährdet an und fordern einen Ausgabestopp der Verschmutzungsrechte. Der Umweltausschuss des EU-Parlaments unterstützte die Initiative der EU-Kommission mit breiter Mehrheit.

Gegner dieser Reform warnen hingegen vor steigenden Energiepreisen und somit zusätzlichen Kosten für die Industrie. Der Industrieausschuss des EU-Parlaments lehnte aus diesem Grund eine Reform mit knapper Mehrheit ab. Auch die Bundesregierung sprach sich gegen eine begrenzte Ausgabe von Verschmutzungsrechten aus.

Letztlich überwogen die Bedenken der EU-Abgeordneten. Das Parlament sprach sich für eine Ablehnung aus. Wie der Handel mit CO2-Emissionen in Zukunft gestaltet wird, vor allem im Hinblick auf die gesetzten Ziele zur Reduktion des CO2-Austoßes, ist derzeit nicht absehbar.

Kommentare

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Das habt Ihr gut gemacht, besonders die Lobbyisten und Politiker die für die grossen Stromgiganten (nebenbei, Nebenjob) arbeitet. Co2 Papiere senken und dann am besten umsonst kaufen. Was für eine Milchmädchenrechnung. Ihr habt wohl alle in der selben Klasse studiert. Denkt Ihr wirklich das dies durchgeht. ",Natürlich für den Anfang", :) Hauptsache von den grossen schnell abkassieren, dann spielt das danach gar keine Rolle mehr. Hauptsache mann ist jetzt eingedeckt mit billig CO2 Papieren und dann die Preise hoch. Was die anderen Länder machen ist uns doch egal. Die wissen nichts von Ihrem Glück. Es ist schön das Deutschland sich mit diesen Papieren eindecken tut. Ergo was tun die anderen Staaten die nicht das Glück hatten. Wie wird es die Regierung die zurzeit das sagen hat den Bürgern erklären das von heut auf morgen der Strompreis sich um 4 bis 5 Fache erhöht. Das nenn ich nur Destabilisierung der Jetzigen Regierung in anderen EU Ländern (die dann regiert). Vielleicht ist das euer Plan. Vielleicht auch K...., Leid, Armut. Hass gegenüberder anderen EU Staaten die es besser haben z.B. Deutschland. Dann sag ich mal euch wie es für Deutschland ausgehen wir. Wir alle Steuerzahler werden dazuzahlen das es in der EU weiter ruhig bleibt. Ihr seid fein raus aus der Sache. da Ihr nicht mehr z.B. für die arbeiten werdet oder durch das Volk abgewählt werdet. (LEIDER). Ihr solltet für was Ihr jetzt veranstaltet später mit eurem Privatvermögen haften. Das was jetzt auf die EU und Deutschland zukommt mit euren treiben... . habt Ihr natürlich danach nichts zutun. :) Falsch gedacht. Das was Ihr jetzt tut, tut Ihr euren Kinder und desen Kindern an. Ihr solltet endlich ein CO2 Ablaufftermin für solche Zertifikate geben z.B. 2 Jahre. Damit die Firmen wieder neue danach Kaufen müssen. Aber das wisst Ihr bereits wie man danach aus dieser Schlinge herauskommt und wieder abkassiert für eure Unterstützung und Intelligenz. Hauptsache das Roulette dreht sich und die Steuergelder fließen danach um eure Misere wieder ins Lot zu bringen ( Leider nur in die Falsche Richtung).

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