Thema: PNOG – Wie wird einem autistischen Kind (Pflegegrad 3) geholfen, wenn die alleinerziehende Mutter zusammenbricht?
Sehr geehrter Herr Sorge,
das Bundeskabinett hat das neue Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) beschlossen, und es liegt nun im Bundestag. Als Gesundheitspolitiker frage ich Sie ganz direkt, wie Sie in diesem Entwurf die Realität von neurodivergenten Kindern und ihren Familien berücksichtigen:
Was passiert im System des neuen Gesetzes, wenn eine alleinerziehende Mutter eines Kindes mit Autismus (Pflegegrad 3) durch die ständige Überlastung komplett flachliegt und zusammenbricht? Das Kind bleibt ja trotzdem krank und braucht durchgehend Struktur und Hilfe. Zudem gibt es in solchen Familien oft noch gesunde Geschwisterkinder, die dann ebenfalls ohne Versorgung dastehen.
Ein Pflegedienst hilft in dieser Akutsituation überhaupt nicht, da er nur für Minuten für Grundpflege kommt. Ein autistisches Kind in ein Heim (Kurzzeitpflege) zu stecken, auf das Ihr neues Ein autistisches Kind kann nicht einfach in eine Kurzzeitpflege gesteckt werden, nur weil die Mutter zusammengebrochen ist.

