Wann werden Sie im Gesundheitsausschuss/Bundestag eine Finanzierung für die neue Fachpsychotherapie-Weiterbildung beschließen?
Sehr geehrte Frau B.,
eine bessere, umfassendere Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung sehe auch ich als Gesundheitspolitiker, aber auch als nebenher praktizierender Hausarzt als notwendig an, nicht nur um die Arbeit der Psychotherapeuten adäquat zu honorieren, sondern auch um die flächendeckende Versorgung bei anhaltend steigendem Bedarf in unserer Gesellschaft sicherzustellen.
Dafür haben wir im Rahmen des Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) bereits erste Schritte umgesetzt, etwa dahingehend, dass Weiterbildungsambulanzen künftig eigene Vergütungen mit den Krankenkassen verhandeln dürfen. Ich weiß, dass das die Vertreter der psychotherapeutischen Berufsverbände noch nicht zufriedenstellt. So sind zum Beispiel die Kosten für Supervision, Theorie und Selbsterfahrung noch nicht in die Vergütungsverhandlungen impliziert. Dies war zuletzt finanziell leider noch nicht darstellbar.
Ich hoffe sehr und setze mich dafür ein, dass auch diese Kosten nach Inkrafttreten des geplanten GKV-Finanzierungsgesetzes übernommen werden können.
Mit freundlichen Grüßen
Stephan Pilsinger

