Frage an Melanie Bernstein von Rxxruneq Rvayrtre bezüglich Familie

24. Februar 2020 - 08:53

Sehr geehrte Frau Bernstein,

mit entsetzen habe ich gesehen, Sie beschäftigen einen Mitarbeiter, den man -so mein Eindruck- der sog. „Neuen Rechten“ zuordnen könnte.

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-wirtschaft_artikel,-Linke-kri…

Ist Ihnen das bewusst?
Was sagt das über Ihre politische Positionen aus?
„Fischen“ Sie bewusst am rechten Rand?

Ich bin schwer entsetzt und wünsche mir doch eine Erklärung.

Mit freundlichen Grüßen
Ekki Einleger

Frage von Rxxruneq Rvayrtre
Antwort von Melanie Bernstein
26. Februar 2020 - 10:02
Zeit bis zur Antwort: 2 Tage 1 Stunde

Sehr geehrter Herr Rvayrtre,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Der von Ihnen geschilderte Fall zeigt sich bei genauerer Betrachtung allerdings ganz anders, als in dem von Ihnen zitierten Artikel des Weser Kuriers von 2011.

Es ging hier vielmehr um einen satirisch gemeinten Beitrag in einem privaten Blog, zu dessen Hintergründen ich Ihnen zwei andere Artikel empfehle:

Die Jüdische Allgemeine schrieb seinerzeit: "In Bremen wurde einem CDU-Politiker vorgeworfen NS-Parolen zu verbreiten. Zu Unrecht". Und weiter: "Doch der im konkreten Fall Angegriffene ..., hatte gar nicht getan, was ihm vorgeworfen wird. Er ist bloß Opfer eines Klimas, in dem nicht mehr gelesen oder zugehört, sondern nur geurteilt wird." https://www.juedische-allgemeine.de/politik/du-darfst-nicht-jude-sagen

Die taz geht zudem genauer auf die Beweggründe der Glosse ein: "Als Gemäßigter hatte Engelmann 2009 einen Rechtsaußen als Landes-Chef der Bremer Jungen Union abgelöst, dann mit den Nachbarkreisen einen regionalen Verband der CDU-Nachwuchsorganisation gegründet. Als sein Leiter musste Engelmann gestern zurücktreten: Er hatte anti-islamische Tendenzen seiner ParteifreundInnen in seinem Blog satirisch attackiert." https://taz.de/Lechts--rinks/!5113406/

Den von Ihnen erhobenen Vorwurf einer Zuordnung meines Mitarbeiters zur „Neuen Rechten“ teile ich daher nicht. Eine solche Geisteshaltung entspräche auch nicht meinen politischen Überzeugungen oder denen meiner Mitarbeiter.

Mit freundlichen Grüßen

Melanie Bernstein MdB