Als innenpolitischer Sprecher: Welche Strategie verfolgt Ihre Fraktion gegen die geplante IFG-Reform, und wird es dazu einen Antrag oder eine Anhörung geben?
Sehr geehrter Herr Emmerich,
der Koalitionsausschuss (CDU/CSU/SPD) beschloss am 1.7.2026 eine IFG-Reform, die laut FragDenStaat, DJV und foodwatch einer faktischen Abschaffung gleichkommt: Nachweispflicht eines „berechtigten Interesses" statt bisheriger Voraussetzungslosigkeit, Ausschluss von Nicht-EU-Bürger:innen, Organisationen und Journalist:innen, Wegfall der Gebührendeckelung, flächendeckende Schwärzung von Namen. Auch die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider warnt vor dem Verlust zwanzigjähriger Informationsfreiheit.
Als Sprecher der Grünen-Fraktion im Innenausschuss tragen Sie fachliche Verantwortung für die parlamentarische Reaktion: Planen Sie einen Entschließungsantrag oder eine öffentliche Anhörung mit Sachverständigen, um den Gesetzentwurf zu verhindern?
Quellen: taz.de, fragdenstaat.de (Juli 2026).

