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Konstantin von Notz
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Frage von Sebastian L. •

Sehr geehrter Her von Notz, sicher haben Sie die Reportage von Frontal über Handys als Spion gesehen. Ist die Sicherheitslücke im SS7 Protokoll noch vorhanden und was tut die Bundesregierung dagegen?

sicher haben Sie die Reportage von Frontal über Handys als Spion gesehen oder davon gehört. Ist die Sicherheitslücke im SS7 Protokoll, welches von allen Netzanbietern genutzt wird, noch vorhanden? Wie kann es solche eklatanten Sicherheitslücken geben?

Vielen Dank für eine Antwort. MfG Sebastian Lindemann

Quelle : https://www.youtube.com/watch?v=zcnw-RGcoP4

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Antwort von BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN

Sehr geehrter Herr L.,

haben Sie besten Dank für Ihre Frage und Ihr Interesse an meiner Arbeit. Über beides habe ich mich gefreut! Entschuldigen Sie bitte vielmals, dass ich Ihnen erst heute antworte. Wie Sie wissen, ist es mein Anspruch, schneller zu antworten. In dem Fall war es aber leider nicht trivial, entsprechende Rückmeldungen der zuständigen Stellen zu bekommen. Leider gestaltet sich dies weiterhin sehr schwierig. So kann ich Ihnen heute leider nur einen kurzen Zwischenstand geben. Die Sicherheitslücke ist seit langem bekannt. Sie zu schließen ist leider alles andere als trivial. Dies liegt v.a. daran, dass das SS7-Protokoll das weltweite Rückgrat der Telekommunikation darstellt und ein vollständiger Austausch oder die Umstellung auf modernere und damit auch bessere Protokolle viel Zeit, Geld und internationale Kooperation erfordern würden. 

Investigative journalistische Recherchen haben aufgezeigt, dass entsprechende Programme  aktiv vertrieben werden, um diese Lücken auch ohne klassische Schadsoftware für weltweite Handy-Ortungen auszunutzen. Auch ist es möglich, Anrufe umzuleiten oder abzufangen, SMS und andere Textnachrichten zu lesen. Gerade, wenn die Lücke von staatlichen oder halbstaatlichen Akteuren genutzt werden, ergeben sich erhebliche Risiken für die informationelle Selbstbestimmung der Nutzerinnen und Nutzer. 

Aufgabe der zuständigen Stellen ist es, alles in ihrer Macht stehende zu tun, lange bekannte Lücken zu schließen, auch, wenn das nicht trivial sein mag. Die Lücken einfach weiter offen zu lassen, kann keine Option sein. Auf diese Notwendigkeit werde ich die verantwortlichen Stellen auch in Zukunft hinweisen und versuchen, meinen Teil zu leisten, unsere Kommunikationsinfrastruktur sicherer und weniger anfällig gegenüber Angriffen zu machen. 

Für Ihr Interesse an meiner Arbeit besten Dank!

Mit besten Grüßen nach Trittau!
Konstantin v. Notz

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