Ich sehe diese Überlegungen kritisch
Wir müssen sicherstellen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen auch künftig Zugang zu einer guten Behandlung erhalten. Deshalb wurden im parlamentarischen Verfahren wichtige Verbesserungen erreicht.
Für mich ist entscheidend, dass notwendige psychotherapeutische Behandlungen nicht an wirtschaftlichen Unsicherheiten oder längeren Wartezeiten scheitern. Die Erfahrungen aus der Praxis, wie Sie sie schildern, sind deshalb ein wichtiger Maßstab für die weiteren Beratungen.
Die vorgeschlagene Regelung ist deshalb kein starres automatisches Hochsetzen des Rentenalters. Vorgesehen ist vielmehr, dass eine steigende Lebenserwartung nur teilweise berücksichtigt wird und regelmäßig überprüft wird, ob die zugrunde gelegten Annahmen tatsächlich eintreffen. Entscheidend ist für mich: Menschen, die aufgrund ihrer Arbeit oder ihrer Gesundheit nicht länger arbeiten können, dürfen nicht benachteiligt werden. Wer nicht mehr kann, muss früher gehen können.
Meine Fraktion und ich werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die psychotherapeutische Versorgung langfristig gesichert bleibt. Die Rückmeldungen aus der Praxis sowie die Hinweise zur Finanzierungssituation nehme ich dabei sehr ernst.
Politische Entscheidungen entstehen im Dialog und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Nicht jede Entscheidung entspricht dabei vollständig den eigenen Vorstellungen – auch das gehört zur politischen Realität.

