Hallo Frau Heiligenstadt, ist ihnen die dramatischen Füllständen unserer Gasspeicher klar, und was gedenken sie zu unternehmen, das den Menschen hier ausreichend Energie zur Verfügung steht?
Sehr geehrter Herr S.,
vielen Dank für Ihre Nachricht, in der Sie Ihre Sorge um die deutsche Energieversorgung und speziell um die Füllstände deutscher Gasspeicher ausdrücken.
Die Bundesnetzagentur beobachtet und bewertet die Lage fortlaufend. So ist laut der aktuellen Lagebewertung die Versorgung trotz sinkender Füllstände gesichert. Es gibt derzeit ausreichend Gas auf dem Weltmarkt und deutsche LNG-Terminals sind noch nicht vollständig ausgelastet und Reserven daher vorhanden. Da die Preise bislang ebenfalls stabil sind, gibt es keine Anzeichen für eine akute Knappheit.
Als SPD‑Bundestagsfraktion haben wir maßgeblich daran mitgewirkt, gesetzliche Füllstandsvorgaben für die Gasspeicher auf den Weg zu bringen, um Engpässe zu vermeiden und Preisspitzen abzufedern. So gelten konkret gestaffelte Zielwerte für verschiedene Stichtage im Jahr, damit die Speicher vor der Heizperiode verlässlich gefüllt sind.
Zugleich haben wir uns dafür eingesetzt, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft bei den Energiekosten zu entlasten. Deshalb hat die Bundesregierung beschlossen, die Gasspeicherumlage zum 1. Januar 2026 abzuschaffen und die Finanzierung der Speicherbefüllung künftig aus dem Klima- und Transformationsfonds zu tragen.
Darüber hinaus gehört zu unserer Strategie, die Versorgungssicherheit langfristig zu stärken: der Ausbau von LNG‑Infrastruktur, die Diversifizierung der Bezugsquellen und vor allem der beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien. So sorgen wir gemeinsam dafür, dass den Menschen in unserem Land auch in Zukunft ausreichend und bezahlbare Energie zur Verfügung steht.
Mit freundlichen Grüßen
Frauke Heiligenstadt
Mehr Infos gibt es hier:
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Gasversorgung/aktuelle_gasversorgung/start.html

