Wann zieht die SPD Konsequenzen und verlässt die Koalition, wenn CDU-Amtsträger offen die AfD unterstützen, spenden und wählen, statt sich klar zu distanzieren?
Der CDU-Bürgermeister Bernd Prange (Kreis Stendal) spendete 10.000 Euro an die AfD und rief offen zur AfD-Wahl bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt auf. Die AfD ist dort vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft und wird maßgeblich vom "Flügel" um Björn Höcke geprägt, den ein Gericht als "Faschisten" bezeichnen durfte. Sie selbst nannten den Fall "kein unbedeutender lokaler Zwischenfall" und forderten, es dürfe "keinen Platz für jedwede Unterstützung der AfD" geben. Auch Kanzler Merz warnte vor der Wiederholung des "naiven Glaubens", man könne "mit denen mal zusammenarbeiten", und schloss eine Zusammenarbeit mit der AfD aus. Dennoch regiert die SPD weiter mit einer CDU, deren Mandatsträger die AfD aktiv unterstützen.

