Was tun Sie gegen die pauschale Kürzung von Psychotherapiehonorare im 4,5%? Wie stärken Sie die Position psychisch kranker Menschen in unserem Gesundheitssystem?
Als psychologische Psychotherapeutin mit hälftigem Versorgungsauftrag in Braunschweig möchte ich meine große Sorge über den Beschluss des Bewertungsausschusses ausdrücken, die Honorare für psychotherapeutische Leistungen zum 1. April 2026 um 4,5 % zu senken.
Der Bedarf an psychotherapeutischer Versorgung ist sehr hoch. Viele Patient*innen warten bereits lange auf einen Therapieplatz; in meiner Praxis beträgt die Wartezeit etwa ein Jahr. Gleichzeitig sind die Praxiskosten in den letzten Jahren deutlich gestiegen, etwa für Miete und Energie, während die Inflation seit 2022 zusätzlich belastet. Eine Honorarsenkung bedeutet daher einen realen Einkommensverlust und erschwert eine stabile Praxisführung.
Ich befürchte, dass sich dadurch die Versorgung gesetzlich Versicherter weiter verschlechtert und auch die ambulante Weiterbildung angehender Fachpsychotherapeut*innen gefährdet wird.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich für eine erneute Prüfung dieser Entscheidung einsetzen.

