Was sind Ihre konkreten Vorschläge um mehr junge Menschen ab 25 Jahren für das Schöffenamt zu gewinnen?
In Ihrer Antwort auf meine letzte Frage zum Schöffenamt vom 05.12.2025, für die ich Ihnen herzlich danke, schreiben Sie: »Es sollten (…) die Bemühungen intensiviert werden, gerade junge Menschen ab 25 Jahren für dieses Ehrenamt zu begeistern und zu gewinnen.«
Wie verträgt sich Ihre Sichtweise mit der Tatsache, dass aufgrund des Prinzips des gesetzlichen Richters aus Art. 101 GG Terminsfestsetzungen für Hauptverhandlungen unbeeinflussbar sind, was im Schöffenamt erhebliche Auswirkungen auf berufliche Wege junger Menschen haben kann (z.B. bei betriebsbedingtem Personalbedarf, Prüfungen, Semesterarbeiten, Präsentationen, etc.)?
Wie wollen sie jungen Menschen in Ausbildung, Studium, bzw. in alterstypischen Karrieresituationen schmackhaft machen, dass ihr Einsatz im Schöffenamt auch bei landgerichtlichen Umfangsverfahren von 120 oder mehr Verhandlungstagen, die sich zudem über mehrere Jahre hinziehen können, unabänderlich (!) möglich ist?

