Pressemitteilungen

7 Jul 2026

Breites Bündnis warnt: Koalition will Informationsfreiheitsgesetz faktisch abschaffen

Hamburg/Berlin, 7. Juli 2026 – Ein breites Bündnis aus 110 zivilgesellschaftlichen Organisationen, Vereinen, Projekten, Verbänden und Medien fordert, die im Koalitionsausschuss beschlossenen Pläne zur Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) zu stoppen. Ihre Kritik: Durch die Pläne würden Journalist:innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen künftig wichtige Informationen vorenthalten und das wichtigste Instrument gegen Korruption und Machtmissbrauch würde abgeschafft.

2 Jul 2026

Koalition will Informationsfreiheitsgesetz faktisch abschaffen – abgeordnetenwatch fordert sofortigen Stopp der Pläne

Hamburg, 2. Juli 2026. Der Koalitionsausschuss von SPD, CDU und CSU hat heute beschlossen, das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) so stark einzuschränken, dass es faktisch abgeschafft wäre. Bürger:innen sollen künftig ein „berechtigtes Interesse" nachweisen, bevor Behörden ihnen Dokumente herausgeben. Organisationen, Vereine und Presse sollen gar keine Anfragen mehr stellen dürfen. abgeordnetenwatch fordert die Bundesregierung auf, die Pläne zu stoppen.

15 Apr 2026

Lobbying auf Einladung des Staates – abgeordnetenwatch zum Spiegel-Bericht

Berlin/Hamburg, 15. April 2026 – Laut einer Recherche des Spiegel hat das Bundeswirtschaftsministerium von Katherina Reiche die Energiekonzerne EnBW und RWE um Argumente gebeten, die Batteriespeicher gegenüber Gaskraftwerken benachteiligen. Betreiber von Batteriespeichern wurden dagegen nicht angefragt. Der Vorgang tauchte monatelang nicht im Lobbyregister auf und wurde erst nach einer Medienanfrage nachgetragen. Der Fall zeigt: Die bestehenden Transparenzregeln versagen, sobald eine Ministerin Lobbyist:innen die Tür öffnet.

22 Jan 2026

Transparenzlücke im Bundestag: Lobbyfinanzierte Fraktionsreisen bleiben intransparent

Berlin/Hamburg, 22. Januar 2026 — Eine neue Recherche von abgeordnetenwatch deckt eine bislang kaum beachtete Regelungslücke im Bundestag auf: Wenn Abgeordnete auf Kosten von Lobbyorganisationen, Stiftungen oder Unternehmen reisen, müssen sie diese ab einem Wert von 3.000 Euro pro Jahr offenlegen. Wird eine Reise jedoch als „Fraktionsreise“ deklariert, entfällt diese Transparenzpflicht. Dadurch kann die Übernahme teurer Reisekosten zu einem Einfallstor für verdeckten Lobbyeinfluss werden.

15 Jan 2026

Nach Befragung im Ausschuss: abgeordnetenwatch sieht weiter Klärungsbedarf im Fall Reiche

Berlin/Hamburg, 15. Januar 2026 – Der Umgang von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mit möglichen Interessenkonflikten wirft weiterhin erhebliche Fragen auf. Die nicht öffentliche Befragung im Wirtschaftsausschuss am 14. Januar 2026 reicht aus Sicht von abgeordnetenwatch nicht aus, um den Verdacht einer unzulässigen Vermischung von amtlichen und privaten Interessen auszuräumen.