Pressemitteilungen

22 Jan 2026

Transparenzlücke im Bundestag: Lobbyfinanzierte Fraktionsreisen bleiben intransparent

Berlin/Hamburg, 22. Januar 2026 — Eine neue Recherche von abgeordnetenwatch deckt eine bislang kaum beachtete Regelungslücke im Bundestag auf: Wenn Abgeordnete auf Kosten von Lobbyorganisationen, Stiftungen oder Unternehmen reisen, müssen sie diese ab einem Wert von 3.000 Euro pro Jahr offenlegen. Wird eine Reise jedoch als „Fraktionsreise“ deklariert, entfällt diese Transparenzpflicht. Dadurch kann die Übernahme teurer Reisekosten zu einem Einfallstor für verdeckten Lobbyeinfluss werden.

15 Jan 2026

Nach Befragung im Ausschuss: abgeordnetenwatch sieht weiter Klärungsbedarf im Fall Reiche

Berlin/Hamburg, 15. Januar 2026 – Der Umgang von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mit möglichen Interessenkonflikten wirft weiterhin erhebliche Fragen auf. Die nicht öffentliche Befragung im Wirtschaftsausschuss am 14. Januar 2026 reicht aus Sicht von abgeordnetenwatch nicht aus, um den Verdacht einer unzulässigen Vermischung von amtlichen und privaten Interessen auszuräumen. 

20 Nov 2025

Neue abgeordnetenwatch-Recherche: Verein Elnet finanzierte Reisen von mindestens 51 Bundestagsabgeordneten

Berlin/Hamburg, 20. November 2025. Eine neue Recherche von abgeordnetenwatch zeigt eine deutliche Konzentration von lobbyfinanzierten Delegationsreisen im Bundestag: Mindestens 51 Abgeordnete nahmen seit 2021 an Reisen nach Israel teil, die vom Lobby-Verein Elnet bezahlt wurden. Besonders brisant: Abgeordnete von SPD, CDU und FDP reisten 2022 auf Elnet-Kosten nach Israel, besichtigten Rüstungssysteme – und stimmten kurz darauf über deren Beschaffung ab. 

24 Okt 2025

abgeordnetenwatch zeigt Rheinmetall-Tochter an – Generalstaatsanwaltschaft wertet Spenden an Abgeordnete als „Klimapflege“

Hamburg/Berlin, 24. Oktober 2025 – abgeordnetenwatch hat Strafanzeige gegen Rheinmetall und Blackned wegen des Verdachts der Bestechung von Mandatsträgern gestellt. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat das Verfahren jedoch kürzlich eingestellt. Es habe keine konkret verknüpfte „Leistung gegen Gegenleistung“ gegeben, die Zahlungen seien zulässige „Klimapflege“.