Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs

20 Okt 2010
Trotz Uneinigkeiten darüber, wie weit die Vorgaben der EU gehen sollen, hat das EU-Parlament eine Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs beschlossen. Sofern noch der Ministerrat zustimmt, gelten künftig 20 Wochen Mutterschutz bei voller Lohnfortzahlung.

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Kommentare

In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn hier angeregt wird, dass der Arbeitgeber eine ",Mutterschaftsumlage", einführen soll um sich gegen eine potentielle Muterschaft abzusichern?!?
Das muss man sich mal auf der Zunge und im Geiste zergehen lassen.
Ein Schutz des Arbeitgebers vor der Schwangerschaft und dem (noch ungeborenen) Leben des die Kasse des Unternehmers belastenden Kindes.

Das sagt Einiges über den Stellenwert von Kindern (und generell von Arbeitnehmern) in unserem Land aus.

Menschen als Kosten- und Risikofaktoren. Das nennt man dann auch Selektion.

Menschen sind tatsaechlich Kostenfaktoren, ob es manchen passt oder nicht.

Und wenn es fuer den Planeten zu viele Menschen gibt, dann muessen zwangslaeufig welche sterben. Das passiert dann ganz von alleine, durch Krieg, Krankheit, oder Armut und Hungersnoete.
Gibt es im Krieg, bei Krankheiten, oder Hungersnoeten etwa keine Selektion?
In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn wir aktiv auf Krieg, Krankheit oder Hungersnoete zusteuern?!?

Die Menschliche Art ist zur Zeit nicht gerade am Aussterben. Ein Chart mit dem Bevoelkerungswachstum europaeischer Laender:
http://www.tacitus.nu/historical-atlas/population/

Siehe auch ",wealth per capita graphed against fertility rate",:
http://en.wikipedia.org/wiki/File:TFR_vs_PPP_2009.svg

Die Fraktion der Grünen hat aufgrund eines Missverständnisses zunächst gegen die Resolution gestimmt, dieses aber nachträglich korrigiert. Vielleicht sollte bei der Anzeige des Abstimmungsverhalten auf dieser Seite auch die nachträglichen Abstimmungsänderungen berücksichtigen, damit es nicht zu weiteren Missverständnissen kommt.

Siehe dazu die Antwort von Fransziska Brannter auf meine diesbezügliche Anfrage : http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-901-22785--f268936.html#q268936

@DKiss: daß Arbeitgeber kostenintensiven Pflichten nach Möglichkeit aus dem Weg gehen, ist in einem vom Wettbewerbsdruck beherrschten Markt nur allzu verständlich, da können Sie noch so über den „Stellenwert von Kindern” lamentieren. Gesetze, die den Konflikt noch verschärfen, helfen niemandem.

Wenn dem Arbeitgeber die Lohnfortzahlung bei gleichzeitigem Wegfall einer Arbeitskraft aufgebürdet werden, führt dies nur dazu, daß potentiell für Mutterschaft in Frage kommende Arbeitskräfte erst gar nicht eingestellt werden, der sog. Mutterschutz wird somit zum Einstellungshindernis für eine ganze Altersgruppe. Es muß also eine Regelung gefunden werden, die den Arbeitgeber entlastet bzw. definitiv gesschlechtsneutral bleibt, etwa eine Mutterschaftsumlage, die für jeden Arbeitnehmer erhoben wird, unabhängig von Alter und Geschlecht. Oder vielleicht bis zum Alter von 45, wodurch zugleich auch noch den älteren Arbeitskräften geholfen wäre. Aus der Umlage könnten dann wiederum Betreuungsplätze finanziert werden, auch direkt in den Betrieben, so daß jungen Müttern der Wiedereinstieg leichter fiele.

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