Keine dritte Start- und Landebahn in München

Der Bayerische Landtag hat namentlich über einen Dringlichkeitsantrag (PDF) der Grünen abgestimmt, in dem die Fraktion ein endgültiges Aus für die geplante dritte Start- und Landebahn am Flughafen München fordert. Die Staatsregierung sollte die entsprechenden Planungen aufgeben und sich als Gesellschafterin der Flughafen München GmbH (FMG) dafür einsetzen, dass auch die Flughafengesellschaft das Bauvorhaben nicht weiterverfolgt. Zudem sollte die im Landesentwicklungsprogramm enthaltene Vorgabe zum Bau einer dritten Start- und Landebahn gestrichen werden.

Zur Begründung verwiesen die Grünen unter anderem auf die Entwicklung der Flugbewegungen am Münchner Flughafen. Die tatsächlichen Zahlen seien deutlich hinter den Prognosen zurückgeblieben, die dem Planfeststellungsbeschluss von 2011 zugrunde lagen. Nach Auffassung der Fraktion bestehe deshalb kein Bedarf mehr für eine zusätzliche Start- und Landebahn. Als weiteres Argument führte sie an, dass größere Flugzeuge inzwischen mehr Passagiere bei weniger Flugbewegungen transportieren könnten. Zudem verwiesen die Grünen auf die Auswirkungen eines Ausbaus auf Klima, Flächenverbrauch und die Belastung der Menschen in der Flughafenregion. Als Vorbild nannte die Fraktion den Flughafen Wien, dessen Betreibergesellschaft 2025 die Planungen für eine dritte Piste eingestellt hatte. Außerdem erinnerte sie an den Münchner Bürgerentscheid von 2012, bei dem sich eine Mehrheit gegen den Bau einer dritten Start- und Landebahn ausgesprochen hatte.

Der Dringlichkeitsantrag wurde mit 102 Gegenstimmen abgelehnt. 45 Abgeordnete stimmten dafür, darunter auch vereinzelte Abgeordnete aus den Fraktionen der CSU, der AfD und der Freien Wähler. Es gab eine Enthaltung von Bernhard Seidenath (CSU).

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Dafür gestimmt
45
Dagegen gestimmt
102
Enthalten
1
Nicht beteiligt
55
Abstimmungsverhalten von insgesamt 203 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionStimmkreisStimmverhalten
Portrait von Patrick FriedlPatrick FriedlBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN610 - Würzburg-Stadt Dafür gestimmt
Portrait von Sebastian FriesingerSebastian FriesingerCSU128 - Rosenheim-West Nicht beteiligt
KandidatenbildStefan FrühbeißerFREIE WÄHLER403 - Bayreuth Dagegen gestimmt
Portrait von Barbara FuchsBarbara FuchsBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN509 - Fürth Nicht beteiligt
Portrait von Albert FürackerAlbert FürackerCSU303 - Neumarkt i.d.OPf. Dagegen gestimmt
Portrait von Judith GerlachJudith GerlachCSU601 - Aschaffenburg-Ost Nicht beteiligt
Portrait von Martina GießübelMartina GießübelCSU608 - Schweinfurt Dagegen gestimmt
Portrait von Thorsten GlauberThorsten GlauberFREIE WÄHLER405 - Forchheim Nicht beteiligt
Christin GmelchAfD125 - Neuburg-Schrobenhausen Dagegen gestimmt
Portrait von Mia GollerMia GollerBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN208 - Rottal-Inn Nicht beteiligt
Tobias GotthardtTobias GotthardtFREIE WÄHLER304 - Regensburg-Land Nicht beteiligt
Portrait von Richard GraupnerRichard GraupnerAfD608 - Schweinfurt Dagegen gestimmt
Portrait von Holger GrießhammerHolger GrießhammerSPD408 - Wunsiedel, Kulmbach Dafür gestimmt
Portrait von Alfred GrobAlfred GrobCSU119 - Ingolstadt Dagegen gestimmt
Johann GroßFREIE WÄHLER113 - Dachau Dafür gestimmt
Sabine GrossSabine GrossSPD407 - Kronach, Lichtenfels Dafür gestimmt
Portrait von Patrick GrossmannPatrick GrossmannCSU304 - Regensburg-Land Dagegen gestimmt
Porträt Petra GuttenbergerPetra GuttenbergerCSU509 - Fürth Dagegen gestimmt
Portrait von Volkmar HalbleibVolkmar HalbleibSPD609 - Würzburg-Land Dafür gestimmt
Daniel HalembaDaniel HalembaAfD604 - Haßberge, Rhön-Grabfeld Dagegen gestimmt
Das Bild zeigt Andreas Krahl, der mit verschränkten Armen in die Kamera lächelt.Andreas Hanna-KrahlBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN131 - Weilheim-Schongau Nicht beteiligt
Porträt von Ludwig Hartmann.Ludwig HartmannBÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN109 - München-Mitte Dafür gestimmt
Wolfgang HauberWolfgang HauberFREIE WÄHLER506 - Ansbach-Süd, Weißenburg-Gunzenhausen Dagegen gestimmt
Portrait von Bernhard HeinischBernhard HeinischFREIE WÄHLER301 - Amberg-Sulzbach Dagegen gestimmt
Josef HeislCSU205 - Passau-Ost Dagegen gestimmt

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