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Tarek Al-Wazir
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Frage von Alexander G. •

Warum ist Tesla FSD (Supervised) in Deutschland noch nicht zugelassen, obwohl andere EU-Staaten bereits nationale Genehmigungen erteilt haben, und wie sieht der weitere Zeitplan aus?

Sehr geehrter Herr Al-Wazir,

die Niederlande haben Tesla FSD (Supervised) im April 2026 zugelassen. Weitere EU-Staaten haben die Nutzung inzwischen ermöglicht oder nationale Anerkennungen ausgesprochen. Deutschland gehört bislang nicht dazu.

Mir geht es nicht um eine unkritische Freigabe. Sicherheit muss Vorrang haben. Gleichzeitig stellt sich die Frage, warum Bürger in anderen EU-Staaten bereits praktische Erfahrungen sammeln können, während dies in Deutschland nicht möglich ist.

Welche technischen, rechtlichen oder regulatorischen Gründe stehen einer Genehmigung derzeit entgegen? Welche Rolle spielen KBA, EU-Recht und internationale Vorgaben? Und wann ist mit einer Entscheidung oder einem transparenten Zeitplan zu rechnen?

Gerade für Menschen mit Behinderung könnten solche Systeme künftig ein Beitrag zu mehr selbstbestimmter Mobilität sein.

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Antwort von BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN

Sehr geehrter Herr G.

herzlichen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Tesla FSD (Supervised) ist in Deutschland noch nicht offiziell freigegeben, weil das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und andere EU-Behörden das System noch intensiv geprüft haben. Die Herausforderungen liegen vor allem in der rein kamerabasierten Technologie, der Anpassung an den Verkehrsfluss und der unzureichenden Fahrerüberwachung.

Bisher besitzt das System zwar eine Ausnahmegenehmigung der niederländischen Behörde, dies ist jedoch keine automatische Zulassung für ganz Europa. Deutschland wartet auf eine offizielle, EU-weit abgestimmte Regelung/Typgenehmigung.

Zudem kritisieren einige Länder Teslas Ansatz, sich bei der Geschwindigkeit am Verkehrsfluss zu orientieren und nicht an offizielle Tempolimits. Dies kann zu Sicherheitsrisiken auf der Straße führen.

Auch wird die Fahrerüberwachung in komplexen urbanen Situationen als unzureichend angesehen.

Im Gegensatz zu europäischen Herstellern, die stark reglementierte Assistenzsysteme (z. B. auf Autobahnen) anbieten, testet und nutzt Tesla FSD auf einem viel breiteren Spektrum von Straßen. Das KBA erprobt Teslas Fahrzeuge derzeit eigenständig, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Eine europäische Abstimmung zur Klärung der Kriterien ist aber in Vorbereitung. Ein konkreter Zeitplan liegt uns nicht vor.

Mit freundlichen Grüßen

Tarek Al-Wazir

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