Welche Kürzungen in der Psychotherapie befürworten Sie im GKV BStabG?
Sehr geehrter Herr Heinemann,
nach den Kürzungen durch den erweiterten Bewertungsausschuss stehen weitere Kürzungen durch das geplante Gesetz bevor. Die Budgetierung wird dazu führen, dass 70-80% der PsychotherapeutInnen nur noch 18 PatientInnen statt bisher durchschnittlich 27 Pat. behandeln können werden, so auch ich. Die Versorgung von psychisch kranken Menschen wird sich massiv verschlechtern und das System für jeden gesparten Euro mehrere an anderer Stelle kosten, wie durch Studien nachgewiesen. Nun soll auch noch der Anspruch auf Mindestvergütung pro Zeiteinheit für psychotherapeutische Leistungen gestrichen werden, noch mehr Unsicherheit. Die Kosten für Praxismiete, TI etc. steigen, von den Privatkosten mal ganz abgesehen. Ich habe 10 Jahre Studium und Weiterbildung (inklusive kostenloser Arbeit in der Psychiatrie) bis zur Approbation absolviert, einen teuren halben Kassensitz erworben und war nun in der Lage auch an Altersvorsorge zu denken, bis jetzt. Wie soll das gehen?

