Warum beteiligt sich die SPD an den geplanten Kürzungen psychotherapeutischer Leistungen im sogenannten GKV-Stabilisierungsgesetz, das am Freitag, 10.07.26 beschlossen werden soll?
Sehr geehrter Herr Heinemann,
die geplanten Änderungen in der Vergütung von Psychotherapeutinnen wird zu einer massiven Verschlechterung der psychotherapeutischen Versorgung von Krankenversicherten führen. In meiner psychotherapeutsichen Praxis besteht ein großer Teil meiner Arbeit darin, entweder Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen oder sie aufrecht zu erhalten. Die geplanten Veränderungen werden zu einem massiven Praxissterben führen. Die Psychotherapie aus dem Gesundheitssystem zu streichen ist ökonomischer Unsinn, weil damit Krankentage und Chronifizierungen explosionsartig zunehmen werden. Eine zukunftsfähige Politik sorgt neben einer guten Bildungspolitik für eine gute, für alle zugängliche Gesundheitsversorgung. Mit Streichung wichtiger Gesundheitsleistungen wird sowohl psychische Krankheit, aber auch Unzufriedenheit in der Gesamtbevölkerung exponentiell steigen. Damit wird rechten, antidemokratischen Parteien direkt in die Hände gespielt.
Mit freundlichen Grüßen, Anja W.

