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Ralf Stegner
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Frage von Sebastian H. •

Ist Ihre stetige Forderung, Diplomatie vorrangig zur Diskussion um Waffenlieferungen zu behandeln, nun gescheitert?

Sehr geehrter Herr Stegner,

angesichts der vielen aneinandergereihten Nachfragen von Thomas H. hier auf abgeordnetenwatch.de, die den Nachdruck Ihrer eigenen Forderung nach mehr Diplomatie in Frage stellen und einer weiteren Eskalation mit der russischen Offensive auf die ukrainische Großststadt Charkiw, sind Sie trotz Ihres Engagements für einen diplomatischen Ausgleich nicht längst gescheitert- auch bei Wählern, die Ihrer Zielsetzung zustimmen?

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian H.

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Sehr geehrter Herr H.,

vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an meiner Position in Bezug auf Diplomatie und den Einsatz für den Frieden. Ich möchte betonen, dass Diplomatie immer an erster Stelle stehen sollte und niemals aufgegeben werden darf. Es ist meine feste Überzeugung, dass es immer eine Alternative zum Krieg und zu Waffen gibt, aber keine zum Frieden. Daher halte ich meine stetige Forderung, Diplomatie vorrangig zu behandeln, für von entscheidender Bedeutung und nicht als gescheitert.

Ich erhalte zahlreiche Nachrichten von Bürgerinnen und Bürgern, die sich große Sorgen über eine weitere Eskalation des Krieges und einen potentiellen Ausbruch des 3. Weltkrieges machen. Diese Ängste sind verständlich und ernst zu nehmen. Die Erinnerungen an vergangene Kriege und die Geschichten älterer Personen, die diese erlebt haben oder deren Eltern sie miterlebt haben, mahnen uns eindringlich vor den entsetzlichen Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen. Diese Bürgerinnen und Bürger unterstützen meine Haltung, was den Russland-Ukraine-Krieg und meinen diplomatischen Kurs aneght sehr.

Es ist offensichtlich, dass die Bundeswehr derzeit vor großen Herausforderungen steht. Die Fragen des Mangels an Soldat:innen, der Ausrüstung unserer Truppen sowie der Zustand der Sicherheitsinfrastruktur Deutschlands (bspw. Bunker) sind drängende Themen, die angegangen werden müssen, um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu gewährleisten und zu stärken.

Trotz möglicher Frustration über die scheinbare Langsamkeit oder Unwirksamkeit diplomatischer Bemühungen dürfen wir nicht vergessen, dass die Arbeit für den Frieden oft langwierig und komplex ist. Meine Überzeugung für eine diplomatische Lösung bleibt unerschüttert. Es ist entscheidend, dass wir weiterhin alle Möglichkeiten der Verhandlung und des Dialogs ausschöpfen, um eine friedliche Lösung zu finden und das Leid der Ukrainer:innen zu beenden.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Stegner

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