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Olaf Duge
Bündnis 90/Die Grünen
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16 / 16 Fragen beantwortet

Wie kann man die Jagd in unseren Naturschutzgebieten und Feldern endlich stoppen? Wir leben am Stadtrand und man sieht, wie Jäger die wenigen Feldhasen und die paar Rehe abschießen. Grausam!!

Die Hobbyjagd muss bundesweit eingestellt werden, aber sie hier so nah am Wohnort ( in den Walddörfern) zu haben stört und führt zu heftigen Diskussionen zwischen Jäger/ Pächtern und Anwohnern.
Diese Jagd ist einfach grundlos und nützt auch den Bauern nichts, da es sich nicht um Scharen von Rehen/ Feldhasen handelt, die es hier noch gibt. Außerdem nehmen wir ihnen den Lebensraum weg, in dem immer mehr Felder bebaut werden. Das muss aufhören!!

Frage von Christine M. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 5 Tage

Sehr geehrte Frau M.,

vielen Dank für Ihre Frage in Bezug auf das Jagdgeschehen im Hamburger Norden.

Da dies nicht originär in meinem Ressort angesiedelt ist, habe ich das Ressort „Tierschutz“ um eine Antwort gebeten. Allerdings habe ich aus Gesprächen mit den im Hamburger Norden zuständigen Förstern erfahren - und darauf sind diese sehr stolz - dass wir hier aufgrund der Absprache mit Landwirten und der Schutzgebiete durch die späte Mahd der Wiesen wieder einen der größten (wenn nicht die größte) Feldhasenpopulationen in Hamburg haben. Dennoch nehmen wir uns nicht erst seit dieser Legislatur der Problematik der Jagd (z.B. früher: "Hamburger Jagd des Senats mit jährlichen Einladung des  konsularischen Korps in dem Hamburger Jagdrevier Alterfrade/ diese ist auf unsere Initiative seit Jahren eingestellt) mit Engagement an.

Nun die Antwort aus dem seit dieser Legislatur in unserer Fraktion erstmals eingerichteten _eigenständigen _Ressort "Tierschutz":

/"Die Grüne Fraktion Hamburg begleitet das Thema Jagd aus tierschutzpolitischer Sicht mit kriti schen Blick. Unsere Sprecherin für Tierschutz Lisa Maria Otte ist in den Landesjagdbeirat gewählt worden und stärkt dort nun die Argumente des Tierschutzes. ///

/Für Rehe und Feldhasen gibt es in Hamburg Schonzeiten, die natürlich Beachtung finden müssen. Anhand der Wildnachweise der Stadt Hamburg, in denen vermerkt ist, wie viele Tiere erlegt und tot aufgefunden wurden, ist keine Erhöhung der Jagdtätigkeit für Rehe und Feldhasen zu sehen. Diese Zahlen werden wir weiter beobachten. Wie die Abschusszahlen insbesondere in den Walddörfern sind, ist in der hamburgweiten Übersicht nicht aufgeschlüsselt. Wir danken aber sehr für Ihren Hinweis und werden Termine vor Ort vereinbaren, um uns ein genaueres Bild von der Situation zu machen."/

Mit freundlichen Grüßen

Olaf Duge

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