Sie stimmten für Kürzungen bei Patient*innen in der GKV. Vermögensteuer und Einbeziehung von Beamten in die GKV (Vorschlag Sachverständigenrat) blieben ungenutzt. Warum?
Sehr geehrter Herr Altenkamp,
während das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz Kürzungen bei Patient*innen und Leistungserbringern vorsieht, blieben zwei strukturelle Alternativen ungenutzt: Erstens eine Vermögensteuer, mit der zusätzliche Bundesmittel in den Gesundheitsfonds fließen könnten – aktuell sinkt der Bundeszuschuss stattdessen sogar auf 12,5 Milliarden Euro. Zweitens der Vorschlag des Sachverständigenrats ("Wirtschaftsweise"), neu eingestellte Beamte künftig in die GKV einzubeziehen statt ins private Beihilfesystem; dies könnte den Beitragssatz laut deren Berechnung bis 2040 um 0,19 Prozentpunkte senken.
Warum wurden diese beiden Optionen nicht ernsthaft geprüft, bevor Patient*innen und Praxen zur Kasse gebeten wurden?
Mit freundlichen Grüßen

