Sind Sie einverstanden, dass die psychotherapeutische Versorgung beschnitten wird und damit ein wichtiger gesellschaftlich stabilisierender Auftrag nicht mehr erfüllt werden kann?
Sehr geehrter Herr Frieser,
Der GKV Spitzenverband hat in Verhandlungen mit der kassenärztlichen Vereinigung eine unmittelbare Kürzung der Honorare für Psychotherapeuten ab 1.4.2026 beschlossen. Das betrifft mich unmittelbar mit meiner Praxis. Ich bin selbstständig und rund um die Uhr mit Patienten und allem was im Praxis Alltag dranhängt beschäftigt. Ich empfinde die vorgesehene Honorarkürzung als Geringschätzung, meiner ohnehin im Vergleich zu anderen Arzt Gruppen niedrigen Vergütung.
Ich verstehe nicht, warum die Versorgung dieser Vulnerablen Gruppe von psychisch kranken Menschen, die zum Teil in die Delinquenz abrutschen und Terroranschläge verüben, gesellschaftlich nicht wertgeschätzt wird. Ich hätte gerne eine Erklärung dafür, wie mit dieser Bedrohungslage umgegangen werden kann, wie Integration gelingen kann ohne diesen Menschen zu begegnen? Insofern halte ich Psychotherapie für einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, der unsere Demokratie stabilisiert.
Freundliche Grüße

