Frage an Mathias Rady von Gubznf Ehzcs bezüglich Verkehr und Infrastruktur

28. Februar 2016 - 15:39

Sehr geehrter Kandidat,

gerne möchte ich Ihre Meinung zur Förderung des Radverkehrs und insbesondere zu den fünf Forderungen des ADFC erfahren:

- Kommunalen Radverkehr stärker fördern – mittelfristig mit 70 Mio. € pro Jahr Landtagswahl 2016
- Rücksichtskampagne – jetzt starten!
- Landesradverkehrsnetz ausbauen – entwickeln, verdichten, verbessern!
- 70 Fahrradstationen - braucht das Land (mindestens).
- Touristisches Radnetz aufwerten – in Länge, Dichte und Qualität!

Weitere Informationen darüber finden Sie unter
http://www.adfc-bw.de/wahl/

Frage von Gubznf Ehzcs
Antwort von Mathias Rady
03. März 2016 - 07:45
Zeit bis zur Antwort: 3 Tage 16 Stunden

1. Natürlich muss der kommunale Radverkehr stärker gefördert werden. Gerade im Berufsverkehr bringt jeder Autofahrer der dank besserer Radinfrastruktur aufs Rad umsteigt einen gewaltigen Vorteil für die Umwelt und entlastet den Verkehr. Allerdings bin ich für eine weit höhere Förderung des Radverkehrs. Schaut man zum Beispiel ganz aktuell nach Norwegen, dann sieht man, dass bei einer in etwa gleich großen Stadt wie Stuttgart, allein für die nächsten 9 Jahre 450 Mio. Euro für den Radverkehr bereit gestellt werden. Das entspricht 50 Mio. Euro im Jahr. Daher würde ich noch eine Null an die Forderungen des ADFC hängen.

2. Der Rücksichtskampagne stimme ich voll und ganz zu. Je früher man diese startet desto besser. Also sofort.

3. Landesradverkehrsnetz muss deutlich ausgebaut werden. Der Radfahrer als Verkehrsteilnehmer muss genauso ungehindert von A nach B kommen wie ein Autofahrer. Dies ist leider momentan noch nicht der Fall. Dafür werde ich mich aber einsetzen.

4. 70 Fahrradstationen braucht das Land. Ich würde sogar weiter gehen, dass wir nicht nur an Schienen Knotenpunkten eine Radstation brauchen. Es müsste flächendeckend Fahrradstationen geben um die Akzeptanz und das Nutzungsverhalten von Radfahrern zu steigern.

5. Das Touristische Radnetz gehört aufgewertet, sollte aber in der Priorisieren hinter den anderen Forderungen stehen. Dem Alltagsradler gehört meiner Ansicht nach größere Aufmerksamkeit um hier ein Umdenken weg vom Auto hin zum Rad zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Mathias Rady