Markus Rinderspacher
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SPD
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Frage von Katharina H. •

Sehr geehrter Herr Rinderspacher, wie positionieren Sie sich zu den Änderungen in der ambulanten Psychotherapie im GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz (z.B. Abschaffung Sicherst angemessener Vergütung)?

Als Psychologische Psychotherapeutin in Ausbildung wende ich mich in großer Sorge um die ambulante psychotherapeutische Versorgung von Patient*innen mit psychischen Erkrankungen in gesetzlichen Krankenversicherungen an Sie und bitte Sie dringend um Ihre Unterstützung.Bereits die zum 1. April 2026 eingetretenen pauschalen Kürzungen aller Therapiestunden um 5% sind für die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen äußerst bedrohlich. Psychotherapeut*innen befanden sich in der Einkommensskala aller Fachgruppen im ambulanten kassenärztlich-therapeutischen System ohnehin weit am Ende. Hinzu kommt, dass die Leistungen von Psychotherapeut*innen streng zeitgebunden und persönlich zu erbringen sind, eine Verdichtung oder Delegation, um die wirtschaftliche Existenz trotz Kürzungen weiter zu sichern, ist für uns also nicht möglich. Weiter ist die Abschaffung der Sicherstellung einer angemessenen Vergütung geplant. Folge: noch weniger Therapieplätze! Steigende Suizidraten! Fehltage...

Markus Rinderspacher
Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau H.,

herzlichen Dank für Ihre Nachricht und dafür, dass Sie sich mit diesem wichtigen Anliegen an mich wenden.

Ich kann Ihre Sorge um die psychotherapeutische Versorgung sehr gut nachvollziehen. Gerade Menschen mit psychischen Erkrankungen sind auf einen verlässlichen und möglichst zeitnahen Zugang zu einer Therapie angewiesen. Lange Wartezeiten und ein Mangel an Therapieplätzen stellen bereits heute für viele Betroffene eine große Belastung dar.

Die von Ihnen angesprochenen Entwicklungen werden derzeit intensiv diskutiert. Es ist wichtig, dass bei allen Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung die Auswirkungen auf die Versorgung der Patientinnen und Patienten sorgfältig geprüft werden. Eine gute psychotherapeutische Versorgung darf nicht gefährdet werden.

Ob und in welcher Form es im weiteren parlamentarischen Verfahren noch Änderungen geben wird, lässt sich derzeit leider nicht verlässlich vorhersagen. Unabhängig davon, dass ich selbst nicht dem Bundestag angehöre, nehme ich Ihre Hinweise und Bedenken sehr ernst und werde sie in meine weiteren Gespräche und in meine Wirkungskreise einbeziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Rinderspacher, MdL

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