Nord-Stream-Ermittlungen: Wie wird politische Einflussnahme auf die Anklage ausgeschlossen?
Herr von Notz,
die EU fordert seit Jahren, die Weisungsgebundenheit deutscher Staatsanwaltschaften gegenüber der Politik abzuschaffen, um deren vollständige Unabhängigkeit analog zur Richterschaft zu garantieren. Bislang wurde dies in Deutschland nicht umgesetzt.
Aktuelle Berichte (12/2025-01/2026) zur Nordstreamsabotage zeigen eine erdrückende Indizienlast, die laut GBA in Richtung ukrainischer Sicherheitsbehörden deutet. Da der Generalbundesanwalt jedoch dem Bundesjustizminister untersteht und somit theoretisch politisch weisungsgebunden ist, besteht in der Öffentlichkeit die Sorge vor politischer Einflussnahme.
Wie stellen Sie sicher, dass in diesem politisch hochsensiblen Fall jedwede ministerielle Einflussnahme auf die Ermittlungen, eine mögliche Verzögerung oder Aufweichung einer Anklageschrift konsequent ausgeschlossen wird? Welche parlamentarischen Kontrollmechanismen greifen hier, um die Unabhängigkeit der Strafverfolgung vor dem eigentlichen Gerichtsverfahren zu garantieren?

