Ist eine Anhebung des Rentenalters gerecht, wenn Abgeordnete selbst nicht gesetzlich rentenversichert sind?
Sehr geehrter Herr Körner,
Sie befürworten die automatische Kopplung des Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung.
Warum orientieren Sie sich dabei an der durchschnittlichen Lebenserwartung und nicht an der gesunden Lebenserwartung? Viele Menschen – insbesondere in körperlich oder psychisch belastenden Berufen – können schon heute die Regelaltersgrenze aus gesundheitlichen Gründen kaum erreichen.
Außerdem würde mich interessieren, ob Sie es für angemessen halten, dass Mitglieder des Deutschen Bundestages über eine Anhebung des Renteneintrittsalters entscheiden, obwohl sie selbst nicht dem gesetzlichen Rentensystem unterliegen, sondern einer eigenen Altersversorgung. Halten Sie das für gerecht? Falls ja, warum?
Ich freue mich auf Ihre Antwort.

