Foto von Katharina Dröge, aufgenommen im Deutschen Bundestag im Juli 2025.
Katharina Dröge
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Frage von Christina M. •

Sehr geehrte Frau Dröge, wie kann ein verpflichtendes Rentensplitting für Ehepaare allen Lebensrealitäten differenziert gerecht werden statt Frauen trotz Arbeit in die Altersarmut zu bringen?

Das verpflichtende Rentensplitting für Ehepaare hat massive Haken. Ich habe mit 42 Jahren einen 53 Jahre alten Mann geheiratet. Ich werde in unserer Ehe noch 25 Rentenpunkte erarbeiten mit 1 Rentenpunkt pro Jahr, mein Mann mit 1,4 Rentenpunkten pro Jahr in 14 Jahren aber nur noch 19,5 Rentenpunkte aufgrund des Altersunterschiedes. In den Jahren vor der Ehe habe ich trotz Vollzeit nur 0,3 bis 0,5 Rentenpunkte pro Jahr erworben aufgrund der schlechten Bezahlung in der Physiotherapie. Mit 42 Jahren kam ich erst in den Genuss eines Tarifvertrages mit einem solidem Gehalt. Mein Mann hat immer konstant gut verdient mit 1,4 Rentenpunkten pro Jahr. Seine Rente betrüge 2.400 Euro brutto, meine 1400 Euro brutto. Beim Rentensplitting müsste ich aber dann 2,75 Rentenpunkte an meinen Mann abgeben aufgrund der Differenz von 5,5 Punkten innerhalb unserer Ehe! Das würde meine Altersarmut verschärfen trotz 42 jähriger Arbeit in Vollzeit als schlechter verdienende Ehefrau. Wie kann das gerecht sein?

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