Foto von Katharina Dröge, aufgenommen im Deutschen Bundestag im Juli 2025.
Katharina Dröge
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Frage von Sabine C. •

Ich bin 1967 geboren arbeite seid 1985 als Kinderkrankenschwester.Und halte vielleicht bis 65 J durch um dann in die abschlagsfreie Rente zu gehen.Wird sich das bis 2032 schon ändern?

Foto von Katharina Dröge, aufgenommen im Deutschen Bundestag im Juli 2025.
Antwort von BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN

Liebe Frau Campe L.

vielen Dank für Ihre Frage. 

Wirklich beantworten kann man ihre Frage aber leider erst, wenn die Bundesregierung ihren Gesetzentwurf vorgelegt hat. Der Vorschlag der Rentenkommission sieht vor, die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Beschäftigte möglichst rasch abzuschaffen. Bei vergleichbaren rentenpolitischen Entscheidungen ist eine Vertrauensschutzfrist von mindestens fünf Jahren üblich und wird auch verfassungsrechtlich meist als nötig betrachtet. Möglichst rasch hieße also in diesem Fall eine Abschaffung zum 1. Januar 2032. Das würde also genau Ihren Jahrgang treffen. Allerdings ist es absolut vorstellbar, dass die Bundesregierung sich für eine längere Vertrauensschutzfrist entscheidet, und es ist auch denkbar, dass sie eine Übergangsphase beschließt, in der diese Rentenform nicht ganz abgeschafft wird, aber die Bedingungen in Schritten verschärft werden oder sie nicht mehr ganz abschlagsfrei ist. Ob es eine solche Übergangsphase gibt und wie sie ausgestaltet ist, liegt einzig und allein in der Verantwortung der Bundesregierung. Wofür sich die Bundesregierung im Einzelnen entscheiden wird, können wir als Opposition im Moment nicht erraten. 

Wir Grünen im Bundestag setzen uns dafür ein, dass Menschen wie Sie, die jahrelang harte körperliche Arbeit getätigt haben, auch weiterhin unterstützt werden, wenn sie nicht mehr arbeiten können. Nicht alle können bis zum Renteneintrittsalter arbeiten – und genau diese Menschen brauchen besonderen Schutz. Jährlich beziehen viele Menschen erstmals eine Erwerbsminderungsrente, gleichzeitig wird ein großer Teil der Anträge abgelehnt. Die Folge sind oft schwierige Übergänge mit Arbeitslosigkeit oder finanzieller Unsicherheit. Deshalb wollen wir die Absicherung gezielt verbessern und unter anderem eine Überlastungsschutzrente einführen. Für Menschen, die ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können, aber keine Erwerbsminderungsrente erhalten.

Wir wünschen Ihnen alles Gute!

Viele Grüße

Team Dröge

 

 

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