Wie können Sie helfen, dass die Versorgung psychisch kranker Menschen gesichert bleibt? Die Budgetierung wird mein Behandlungsvolumen um fast die Hälfte kappen!
Sehr geehrter Herr Straub,
schon jetzt melden sich pro Woche bei mir meistens 7 bis 8 Menschen, die auf der Suche nach einem Therapieplatz sind. Sich bei mir zu melden ist immer noch für viele eine große Überwindung. Vor allem die, die besorgt sind, jemandem anderen den Platz wegzunehmen, der ihn nötiger hat, brauchen ihn in der Regel am allermeisten. Viele von ihnen haben selbst Kinder und haben große Angst, ihre Probleme nicht schnell genug in den Griff zu bekommen, bevor sie ihren Kindern Schaden zufügen. Sie erkennen, dass auch ihre Eltern vermutlich schon eine Therapie gebraucht hätten. Ich zahle nicht nur bereitwillig Steuern, sondern bin gerne bereit, meinen Beitrag zu leisten, wenn wir alle sparen müssen. Können Sie bitte Ihren Einfluss geltend machen, dass die Budgetierung vom Tisch kommt und Therapeutinnen wie ich ihre Arbeit weiterhin tun und sicher sein können, dass und wie diese auch bezahlt werden wird?
Mit freundlichen Grüßen, Michaela W., Therapeutin aus PAF

